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Stempeluhr 4.0 – zurück in die Vergangenheit?


Das Urteil zur Zeiterfassung durch den Europäischen Gerichtshof hat medial große Aufmerksamkeit bekommen – und das zurecht. Die Debatte wird allerdings auf recht emotionale Weise geführt: Denn im 21. Jahrhundert einen Vergleich zur Stempeluhr aus Zeiten der industriellen Revolution zu ziehen, scheint weit hergeholt.

Der historische Bezug lässt sich natürlich nicht leugnen und die großflächige Einführung zum Ende des 19. Jahrhunderts hat selbstverständlich ein gewisses Bild aufgebaut. Dem Stempeln haftet das Image der Kontrolle durch den Chef und der uhrwerksgleichen Arbeitstage an.

Erfassen ist nicht Stempeln

Einerseits ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Stempeluhr, die wegen ihrer mechanischen Funktionsweise auch Stechuhr genannt wird, zu einer totalen Strukturierung des Arbeitstages von Fabrikarbeitern geführt hat. Und nicht umsonst hat Charlie Chaplin in seiner typischen Art die Themen Industrialisierung und Arbeitswelt mit einem Uhr- und Zahnradwerk in Verbindung gebracht.

Andererseits darf all dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die moderne Zeiterfassung mit dem Stempeln aus damaligen Zeiten nichts zu tun hat. Denn so wie die gesamte Arbeitswelt mobiler und flexibler wird, so ist es auch mit der Zeitwirtschaft geschehen. Egal ob Standardvertrag oder individuelles Arbeitszeitmodell: Durch die Flexibilität der Software können Mitarbeiter die Zeiten selbstständig erfassen, Dienstgänge, Homeoffice und auch private Termine während der Arbeitszeit problemlos planen und nachhalten. Im Vordergrund stehen Individualität und Transparenz, nicht Kontrolle oder feste Arbeitszeiten.

alte-stempeluhr

Pixabay.com / Kostenfreie Nutzung gewährt

Überblick über Mehrarbeit

Betrachtet man die vielseitigen und individuell umsetzbaren Möglichkeiten von professionellen Zeiterfassungssystemen, so wird klar, dass das Urteil des EuGH nicht nur ein hohes Maß an Transparenz mit sich bringt, sondern vor allem den Überblick über den eigenen Arbeitsalltag in die Hände der Arbeitnehmer legt.

Sicherlich wird es immer Branchen und Arbeitsplätze geben, bei denen ein systematisch geplanter Arbeits- und Schichtplan notwendig ist – im Krankenhaus sollten zu jeder Tages- und Nachtzeit Ärzte und Pflegepersonal verfügbar sein. Doch natürlich gibt es auch für derartige Arbeitsplätze spezielle Möglichkeiten, transparente und faire Arbeitseinsätze und Schichten zu planen.

Arbeitgeber sollten aktiv an der Modernisierung der Arbeitswelt mitwirken, um Fachkräfte halten und die Mitarbeitermotivation stärken zu können.

Probieren Sie es aus und lassen Sie sich zum Thema Zeitwirtschaft professionell beraten.

  

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