New Learning Konzepte ermöglichen
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New Learning ermöglicht agile Arbeitswelten – ein Interview

New Learning wird als autonomer Lernprozess innerhalb einer Lerngemeinschaft gesehen. Das Konzept bedient sich an neuen Lernmethoden, die auch digitale Charakterzüge haben. Sie werden oftmals mit klassischen Lernkonzepten, wie Präsenzphasen, kombiniert. Die momentane Entwicklung der Arbeitswelt unterstreicht den Bedarf für digitale Konzepte stärker als je zuvor.

Den gesteigerten Bedarf für digitale Strukturen sieht auch Pierre Mc Conner, Bereichsleiter der GFOS Akademie und der Workforce & Security Beratung bei der GFOS mbH. In der GFOS Akademie treffen jeden Tag verschieden qualifizierte Fachkräfte oder auch Berufsanfänger aufeinander. Er kennt die Herausforderungen, die in diesem Zusammenhang entstehen.

 

Pierre Mc Conner der GFOS mbHPierre Mc Conner © GFOS mbH / Catrin Moritz

 

Herr Mc Conner – welche Vorteile sehen Sie in dem Konzept von New Learning?

Pierre Mc Conner: Zunächst sehe ich den wesentlichen Vorteil darin, dass man mit dem neuen Konzept beidseitig Motivation fördern und erkennen kann. Denn mit der selbständigen Möglichkeit, die eigenen Stärken auszubauen, geht auch die Eigenverantwortung einher, diese wahrzunehmen. So bekommt die Führungskraft durch die Analyse der vorhandenen Stärken (die vorher etwas weniger im Fokus standen, als die Schwächen) eine bessere Vorstellung vom vorhandenen Potential bei den Mitarbeitern*innen und die Arbeitnehmer*innen eine Motivationssteigerung durch zielgerichteten Einsatz der eigenen Ressource.

Die Anwendung der neuen Lernmethoden bietet eine enorme Vielfalt und Kombinationsmöglichkeit, die bei der Berücksichtigung der individuellen Lerntypen einen Quantensprung darstellen. Die daraus resultierende Effizienzsteigerung bei der Personalentwicklung und die begleitende positive Energie bei den Maßnahmen motiviert alle Beteiligten zur Erreichung von Zwischenzielen, als auch weiter entfernter Visionen.

 

Wie sieht die Umsetzung von New Learning im Arbeitsalltag bei GFOS aus?

Pierre Mc Conner: Zunächst werden die Stärken, Fähigkeiten und „Motivatoren“ aller Mitarbeiter*innen eruiert. Dies geschieht mittels Interviewgesprächen, Erfahrungen aus der nahen Vergangenheit oder gezielten Fragen zur Selbsteinschätzung.  Da wir glücklicherweise in einer Branche arbeiten, die nie schläft und ständig dem Wandel unterzogen wird, ist unser Alltag von Lernen geprägt. Um dies so effizient wie möglich zu gestalten, bemühen wir uns mittlerweile um die Integration eigener E-Learning Systeme und Video Tutorials, in denen neue Prozesse verständlich und in kurzer Zeit dargestellt werden.

Darüber hinaus werden klassische Präsenzschulungen mit digitalen Lernmedien verbunden, um somit einen generationsübergreifenden Austausch erlangen zu können.

 

Wie wichtig sind digitale Lernkonzepte für GFOS? Wie äußert sich das besonders in Krisenzeiten wie z. B. durch das Coronavirus für verschiedene Branchen?

Pierre Mc Conner:

Wie wichtig?

Unverzichtbar – Die Vorteile der effizienten und individuellen Informationsbeschaffung und der erhöhten Verfügbarkeit sind für unser Unternehmen in dieser Branche lebenswichtig.

Krisenzeiten?

Besonders in diesen Zeiten ist die – mit dem neuen Lernkonzept verbundene Unabhängigkeit und Verfügbarkeit digitalisierter Lerninhalte – sehr hilfreich, um Alternativen zu schaffen. Bis dato wird Fortbildung im Arbeitsalltag leider immer noch eher als produktivlose Zeit wahrgenommen. Diese Denke und die Möglichkeiten des neuen Lernkonzeptes lassen es zu, diese Zeit im Homeoffice etc. gut zu nutzen, um die Maßnahmen zur Personalentwicklung voranzutreiben. Natürlich hält sich hier die Kombination eher in Grenzen, aber letztendlich wäre diese Gelegenheit ohne „New Learning“ quasi ausgeschlossen.

New Learning gibt es auch in der GFOS AkademieGFOS Akademie © GFOS mbH / Catrin Moritz

 

Die GFOS Akademie dient unter anderem zum Onboarding neuer Mitarbeiter. Wie werden diese direkt in Lernprozesse Prozesse integriert? Sehen Sie Unterschiede in der Akzeptanz neuer Lernkonzepte zwischen verschiedenen Generationen (Bsp. Generation X vs. Generation Z)?

Pierre Mc Conner:

Integration?

Am Anfang steht die Stärkenanalyse. Diese wird nicht etwa durch eine Lehrbuch Methode, wie SWAT oder LIFO durchgeführt, sondern bei Aufgaben, die für alle gleich sind und bei denen man verschiedene Stärken feststellen kann. Diese können sein: Kreativität in der Gruppe oder alleine, Lernen digital oder analog, experimentelles oder strukturiertes Lernen, Challenge- oder Sachziel orientiert etc.

Nach ca. 1-2 Wochen, in denen zwei kleine Projekte umgesetzt werden, sind 80% der Stärken bekannt, die bei der strategischen Personalentwicklung eingesetzt werden.

Hierbei werden nun die Lernmittel zur Verfügung gestellt, Ziele definiert und die Zwischenziele monatlich abgeglichen (je nach Zielfenster – Definition), bis die Einarbeitung nach ca. 3-4 Monaten beendet ist.

Unterschieden in den Generationen?

Tatsächlich nur marginal. Allerdings hängt auch dies von der Art und Weise der Herangehensweise ab. Wir gehen selbstverständlich mit dem aktuellen Lernkonzept um, sodass sich die Frage nach der Akzeptanz nicht stellt. Denn schließlich haben wir vorher bereits feststellen dürfen, dass die Stärken diese Methoden zulassen. Somit ist das Konzept des New Learning aus meiner Perspektive generationenlos bzw. „intergenerationär“ 😉

 

Wie wichtig ist Individualität im Lernprozess? Finden Sie, dass diese mit New Learning Konzepten gut abgedeckt werden kann?

Pierre Mc Conner:

Individualität?

Sehr wichtig! Um Individuen zu entwickeln, muss ich individuell coachen. Das ist schon beim Motivationscoaching selbstverständlich. Warum also nicht auch beim Studieren/Lernen?! Geschwindigkeit beim Lernen, Schwierigkeitsgrad der Übungen, Medienwahl für Inhaltsvermittlung, Lerntypen etc. sind wesentliche Komponenten, die beim Lernen und Studieren die Effizienz beeinflussen. Hierbei gilt es unbedingt darauf zu achten, wie genau ich die Bedürfnisse des Menschen abdecken kann, um die höchstmöglichen Ziele zu erreichen.

Gute Abdeckung?

Uneingeschränkt ja! Denn New Learning bringt eine Flexibilität mit, die auf verschiedene Situationen, Umgebungsvariablen adaptierbar - und für unterschiedliche Bedarfe ausrichtbar sind. Mit dem neuen Lernkonzept haben wir eine wichtige Basis zur schnelleren Weiterentwicklung der Wissensvermittlung geschaffen. Die Akzeptanz wird hiermit gesteigert und macht Menschen offen für weitere gute Konzepte.

Herr Mc Conner, vielen Dank für das spannende Interview.

 

Individualität & Agilität ermöglichen

Individualität spielt bei der Förderung und der Bindung von Mitarbeitern eine große Rolle. Deshalb steht bei GFOS jeder einzelne Mitarbeiter im Fokus. Informieren Sie sich hie rüber den Onboarding- sowie Fort- und Weiterbildungsprozess in unserer GFOS Akademie. Sie interessieren sich für agile und mobile Arbeitsprozesse im HR-Bereich? Gerade in Zeiten von Remote Work ist ein Überblick über Arbeitszeiten, An- und Abwesenheiten, Projektzeiten und mehr unerlässlich, um Teams zusammenzuführen. Testen Sie den gfos.SmartTimeManager jetzt 4 Wochen kostenlos.

 

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Schlagwörter
homeoffice human resources Mobiler Arbeitsplatz New Learning Onboarding Remote Work

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