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Künstliche Intelligenz in HR: Was ist zu erwarten?

Neben diversen Sprachassistenten auf unseren Smartphones wird auch die Arbeitswelt zunehmend digitaler. So zieht immer häufiger Künstliche Intelligenz in den HR-Bereich ein, um Führungskräfte und Planungsverantwortliche zu entlasten. Die Entwicklungen zeigen, dass für die Zukunft viel zu erwarten ist.

Die KI im Personalwesen ist nichts gänzlich Neues. Softwareanbieter setzen insbesondere im Bereich der Personaleinsatzplanung vermehrt auf die digitalen Helfer, um etwa faire und gut durchdachte Dienst- und Schichtpläne bereitzustellen. Allerdings werden die angebotenen Lösungen stetig ausgebaut, erweitert und verfeinert, sodass die KI im Bereich HR laufend dazulernt. Das geschieht auf der einen Seite natürlich durch den Effekt des „Selbstlernens“, auf der anderen Seite durch gezielte Weiterentwicklungen der Softwareanbieter. Die Einbindung neuer Datenströme oder die Berücksichtigung weiterer HR-Kennzahlen sind hier beispielhaft zu nennen. Dennoch ist das Entwicklungspotenzial groß, wie eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH zeigt: Diese gibt an, dass das weltweite Bruttoinlandsprodukt aufgrund von KI um 14 Prozent wachsen wird – und zwar bis 2030. Dieses Ergebnis verdeutlicht, dass Unternehmen gerade viel Manpower in Innovationen auf diesem Gebiet stecken.

 

Welche Daten fließen in die Künstliche Intelligenz ein?

Die Informationen für die Lernprozesse der KI-Assistenten können nahezu überall eingeholt werden. Denn bei dem Prozess wird Big Data in Smart Data verwandelt: Unstrukturierte Daten lassen sich in den Systemen kategorisieren und gezielt nutzbar machen. Das kann sogar bedeuten, dass die aktuelle Wetterlage oder Suchanfragen aus den Suchmaschinen im Internet in die KI-Lösungen einfließen und bei der Berechnung verschiedener Algorithmen helfen. Für das Personalwesen spielen die Daten aus Workforce Management Software oder anderen HR-Softwarelösungen eine zentrale Rolle. Bei der täglichen Arbeit fallen große Datenmengen an, die sich durch Algorithmen nutzbar machen lassen. In Kombination mit weiteren (externen) Daten lassen sich viele Trends oder Prognosen ableiten, die für den HR-Bereich von Bedeutung sein können. Die KI wertet diese Rohdaten nach verschiedenen Mustern und unter Berücksichtigung verschiedener Einstellungen aus. Ziel ist es, Fach- und Führungskräfte im Arbeitsalltag zu entlasten, indem etwa bei wichtigen Entscheidungen unterstützt wird oder Routineaufgaben an die Künstliche Intelligenz übergeben werden.

 

Die Künstliche Intelligenz kann Muster erkennen.Die Erwartungen zu den Entwicklungen von KI im Personalwesen sind hoch, Bild © Unsplash.com

 

Künstliche Intelligenz in der Personaleinsatzplanung

Die Personaleinsatzplanung ist so komplex, dass viele Unternehmen hier bereits auf Softwarelösungen setzen. Denn eine softwaregestützte, automatische Personaleinsatzplanung kann viele Faktoren berücksichtigen, die Planungsverantwortliche selbst vergessen könnten. Des Weiteren ist die Planung durch das System komplett losgelöst von subjektiven Empfindungen, sodass Faktoren wie Planungsgerechtigkeit hier ebenfalls berücksichtigt werden. Die Einsatzplanung muss viele verschiedene Parameter beachten, die durch die verschiedenen Algorithmen in der Software eingerechnet werden.

 

Das Resultat ist eine automatische Dienst- oder Schichtplanerstellung, bei der tarifliche, gesetzliche und betriebliche Regelungen, aber auch Wünsche der Mitarbeitenden, Qualifikationen und Planungen aus der Vergangenheit berücksichtigt werden. So lässt sich auf der einen Seite sicherstellen, dass die Planung die richtigen Mitarbeitenden zur richtigen Zeit einbezieht. Auf der anderen Seite prüft die Software, ob Schichten oder Dienste fair vergeben wurden. Ist die größtmögliche Anzahl verschiedener Mitarbeiterwünsche in die Planung eingeflossen? Wurde sichergestellt, dass es keine Ruhezeitverletzungen oder andere Regelverstöße gibt? Diese und viele weitere, für die Planung wichtige, Faktoren prüft die Künstliche Intelligenz aus dem HR-Bereich innerhalb von Sekunden. Planungsverantwortliche würden dafür mitunter mehrere Stunden benötigen.

 

KI im Personalwesen: Recruiting und Bewerbungen

Im Recruiting ist zukünftig viel zu erwarten. Zurzeit handelt es sich bei vielen Vorhaben noch um Leuchtturmprojekte, die weiterentwickelt und verfeinert werden müssen. Es ist jedoch anzunehmen, dass HR-Verantwortliche zukünftig dauerhaft von Künstlicher Intelligenz unterstützt werden können und sich das mühsame Sichten und Auswerten von Bewerbungsunterlagen an die Software-Assistenten übergeben lässt. Viele Unternehmen setzen etwa schon CV-Parsing ein. Bei dieser Lösung gleicht eine Software die Lebensläufe mit den Stellenanforderungen ab, sodass geeignete Bewerber*innen vorausgewählt werden, bevor sich HR-Verantwortliche und Fachbereiche mit den Bewerbungen beschäftigen. Insbesondere bei Stellen mit einer hohen Nachfrage lässt sich der Verwaltungsaufwand somit minimieren. Ebenfalls denkbar ist die Integration von Chatbots in das Bewerbermanagement. Die Chatbots sorgen dafür, dass die Interessenten schnell eine Rückmeldung bekommen – auch wenn die Mitarbeitenden schon im Feierabend sind. Ebenso können die Bots genutzt werden, um gezielte fachliche Fragen zu stellen, sodass auch auf diese Weise eine Vorauswahl geeigneter Kandidat*innen entsteht. Die verarbeiteten Daten fließen anschließend in die Lernprozesse der KI aus dem Personalwesen ein, sodass die Fragen und Empfehlungen durch maschinelles Lernen weiterentwickelt und optimiert werden. Die Zukunft bleibt auf dem Gebiet Recruiting also spannend.

 

KI im Personalwesen bei Employee-Self-Services

Auch bei den Employee-Self-Services stehen Entwicklungen zur Künstlichen Intelligenz noch am Anfang. Softwarehersteller arbeiten mit Hochdruck an der Weiterentwicklung bestehender Lösungen, um diese an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden auszurichten. Denkbar für die Zukunft sind etwa Anbindungen an bekannte Sprachassistenten wie Alexa, Google Assistant oder Siri. Über Schnittstellen könnten Urlaubsanträge dann auch direkt über den heimischen Sprachassistenten im Wohnzimmer abgesendet werden. Hier spielen verschiedene Datenschutzregelungen und IT-Sicherheitsvorkehrungen jedoch eine zentrale Rolle, da es sich bei Personaldaten um personenbezogene Daten handelt, die der DSGVO unterliegen. Softwareanbieter arbeiten daher etwa daran, Spracherkennung in die eigenen Apps und Softwarelösungen zu integrieren, um diese zumindest direkt darin nutzbar zu machen.

 

Die KI in der Industrie

In der Industrie ist man in Sachen KI schon ein wenig weiter. Auch dort fallen täglich große Datenmengen an, die sich zur Produktionsoptimierung nutzen lassen. Maschinen-, Betriebs- und Prozessdaten werden von Manufacturing Execution Systems gesammelt und lassen sich durch Module zur Künstlichen Intelligenz weiter verarbeiten. Auf diese Weise haben Produktionsfachkräfte die Möglichkeit, die Fertigung besser zu steuern und zu optimieren. Das gilt insbesondere für den Bereich Materialfluss und Instandhaltung. Eine tiefe Prozessanalyse liefert genaue Prognosen für die Fertigung, um etwa Maschinenausfällen vorzubeugen oder Planungsalternativen zu identifizieren. Gerade in nie dagewesenen Zeiten - wie in einer Pandemie - sind intelligente Planungsprognosen eine wahre Entlastung für die Verantwortlichen in der Produktion. Kombiniert man diese Lösung mit KI aus dem HR-Bereich, ergeben sich Synergien, die es ermöglichen, Menschen, Maschinen und Materialien intelligent miteinander zu vernetzen.

 

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