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Die 5 HR-Trends 2021: Entwicklungen für das New Normal

Die Entwicklungen rund um die Coronapandemie haben zu starken Umbrüchen in der Arbeitswelt geführt. Digitale Arbeitsweisen waren von jetzt auf gleich von großer Bedeutung und haben den Arbeitsalltag für viele Menschen neu gestaltet. Die HR-Trends für 2021 gehen darauf ein und unterstützen die digitale Transformation noch weiter.

Anfang 2020 hatte niemand mit den Entwicklungen des Jahres gerechnet. Niemand ging davon aus, dass das Coronavirus die Welt maßgeblich auf den Kopf stellen würde. Deswegen waren die Trends aus dem Bereich Human Resources für das vorige Jahr anders ausgerichtet als jene für 2021. Ging es 2020 eher um den Mitarbeiter und Employer Branding, steht für 2021 die Digitalisierung im direkten Fokus. Im Folgenden erläutern wir einige HR-Trends in Kürze.

 

Trend Nr. 1: Neue Recruiting-Werkzeuge

Eine Entwicklung, die wir für 2021 im HR-Bereich erwarten können, ist die Nutzung neuer Recruiting-Werkzeuge. Genauso wie das gesamte Arbeitsleben weiterhin digitaler wird und dezentraler stattfindet, wird auch der Recruiting-Prozess digitaler und mobiler. Die Generation Z macht zusammen mit der Generation Y die größte Gruppe auf dem Arbeitsmarkt aus. Daran müssen sich Unternehmen anpassen und neue Möglichkeiten zur Bewerbung zur Verfügung stellen. Verschiedene technologische Entwicklungen sorgen dafür, dass die mobilen Bedürfnisse der Generation Z optimal wahrgenommen werden können.

Im Gegensatz zu vorherigen Entwicklungen, kommt es jetzt nicht nur darauf an, Prozesse zu automatisieren, sondern auch dass sie funktionell sind und gleichzeitig die Produktivität steigern. Denkbar ist hier etwa, das Künstliche Intelligenz in den Recruiting-Prozess eingebunden wird. Verschiedene Algorithmen auf Recruiting-Plattformen, in Bewerber-Apps oder in sonstigen Lösungen helfen HR-Leuten dabei, auf neuen Wegen die richtige Besetzung für eine Stelle zu finden. Dabei werden – vorausgesetzt der Kandidat teilt diese Informationen – Lebensläufe, Anschreiben, andere Dokumente, Aktivitäten in sozialen Netzwerken und vieles mehr von der KI analysiert. Ziel ist es, dadurch den bestmöglichen Kandidaten zu finden.

 

Trend Nr. 2: Remote First oder Hybride Remote Modelle

Eine HR-Entwicklung, die uns auch 2021 erhalten bleiben wird, ist das dezentrale und mobile Arbeiten im Homeoffice. Remote Work ist aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Das liegt natürlich daran, dass versucht wird, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Viele Mitarbeiter arbeiten gerne im Homeoffice, wissen aber auch die Präsenz vor Ort zu schätzen. Hier kommt es auf eine gesunde Mischung an: Kreativer, unter Hygienerichtlinien stattfindender Austausch mit den Kollegen ist wichtig. Homeoffice kann für wichtige Phasen genutzt werden, in denen eine erhöhte Konzentration der Einzelpersonen gefordert ist, oder wenn es private Umstände erforderlich machen. Mitarbeiter sollten dabei so viel Freiheit wie möglich in der Einteilung der einzelnen Phasen bekommen. Gleichzeitig muss eine gewisse Planbarkeit gegeben sein.

Für diese HR-Herausforderung haben sich Teilelemente aus dem Workforce Management wie die Personaleinsatzplanung als hilfreich erwiesen. Doch nicht nur Teams treffen sich nun häufiger virtuell: Auch die Software, die von den Teams genutzt wird, verlagert sich in die Cloud. Viele Unternehmen setzten daher Workforce Management Software sowie viele andere Tools als Software-as-a-Service-Modell (SaaS) ein. Das ermöglicht den schnellen Einsatz der Software und ist gerade im Hinblick auf eventuell kleinere (Büro-)Gebäude durch gesteigerte Homeoffice-Anteile wegweisend. Benötigte Serverräume für die IT-Infrastruktur werden damit überflüssig, sodass die Software auch in Co-Working-Spaces genutzt werden kann.

Die HR Trends 2021 sind sehr digital!© Pexels.com

 

Trend Nr. 3: People Management & New Leadership

People Management ist ein Buzzword, das in letzter Zeit immer häufiger im Zusammenhang mit New Leadership – einem modernen und ‚neuen‘ Führungsstil - fällt. Man kann es als das Gegenteil einer autoritären Führung bezeichnen – also beinhaltetet es Fähigkeiten wie Stärkenförderung jedes einzelnen Mitarbeiters, Verständnis für die persönlichen Anliegen, Motivation und Empathie. Es geht hier nicht mehr um die Kontrolle der Aufgaben und der Mitarbeiter. Die Verantwortung wird an die Fachkräfte weitergegeben, um diese darin zu motivieren, eigenständig zu denken und sich zu engagieren. So wird die Talentförderung aktiv unterstützt. Dabei ist für die Führungskraft eine ausgewogene Mischung aus Soft- und Hard Skills erforderlich: Viele Eigenschaften wie Kommunikationsfähigkeit, Positivität, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit müssen mit Organisationstalent, der Nutzung von personellen und finanziellen Ressourcen und sämtlichen HR-Kennzahlen kombiniert werden.

Gerade in Zeiten von Remote Work ist es wichtig, seinem Team zu vertrauen und nicht in veraltete Überwachsungsmechanismen zu verfallen. So kann dieser Umbruch als ein positiver Trend in der Personalentwicklung gesehen werden. Transparenz auf Führungs- und Mitarbeiterebene ist hier besonders wichtig. Hilfreich sind dabei Tools wie eine Zeiterfassungssoftware. Sie geben Mitarbeitern die Möglichkeit, Arbeitszeiten auch außerhalb des Unternehmensgebäudes aufzuzeichnen und nachzuhalten. Das schafft Übersichtlichkeit und vermittelt gleichzeitig Transparenz.

 

Trend Nr. 4: Distance Leadership

Angeknüpft an New Leadership und People Management ist das sogenannte Distance Leadership. Hier geht es um die Personalführung auf Distanz – wie der Name schon verrät. Dieser HR-Trend knüpft genau dort an, wo People Management aufhört und bringt den virtuellen Aspekt noch stärker ein. Es ist anzunehmen, dass sich im gesamten Jahr 2021 die Lage rund um die Pandemie nicht deutlich entspannen wird. Daher wird die Mitarbeiterführung auf Distanz ebenfalls von Bedeutung bleiben.

Distance Leadership ist eine Entwicklung im Bereich HR, welche sich 2021 und darüber hinaus nicht nur auf die digitalen Teams mit Homeoffice-Anteilen anwenden lässt. Diese Art von Personalführung ist auch für internationale Unternehmen wichtig, da die Arbeitsweise hier ähnlich wie in virtuellen Teams ist. Fachkräfte benötigen Entscheidungsfreiheit und ihnen muss ein gewisses Vertrauen entgegengebracht werden, damit die Arbeit an anderen Standorten – möglicherweise sogar in einem anderen Land – gelingen kann. Dabei sind der Kontakt und der regelmäßige Austausch zwischen Führungskraft und Fachkraft bzw. Team unumgänglich. Die virtuelle Arbeit setzt natürlich ein gewisses Maß an Selbstorganisation mithilfe von Zeitmanagement-Methoden sowie Selbstdisziplin voraus. Auch Software für Zeiterfassung und andere Tools aus dem HR-Software-Bereich können helfen, den Arteisalltag zu strukturieren.

 

Trend Nr. 5: Gig Economy wächst weiter

Auch wenn es die Gig Economy schon seit einer Weile gibt und sie in vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken ist, wird sie für viele Menschen immer wichtiger. Laut Umfragen beträgt der prozentuale Anteil der Arbeitskräfte in der Gig Economy in den USA schon 36 Prozent. Für Deutschland gibt es zwar keine aktuellen Zahlen, jedoch steigt auch hier die Anzahl der offerierenden Plattformen.

Die Coronapandemie hat viele Menschen den Job gekostet – Betriebe haben Einstellungsstopps ausgesprochen und sind gerade jetzt zurückhaltend bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter. Hier greifen deshalb viele auf die Angebote der Gig Economy zurück. Unternehmen geben Aufträge aufgrund fehlender Planbarkeit somit lieber an Gig Worker. So wird die Aufgabe erledigt, die Arbeitskraft wird aber nicht dauerhaft an das Unternehmen gebunden. Viele Arbeitssuchende versuchen sich momentan in der Selbstständigkeit oder als Freelancer. Plattformarbeit ist dafür eine beliebte Möglichkeit. Besonders die Skills aus der digitalen Kommunikation, aus der (Anwendungs-)Entwicklung oder aus dem Bereich Marketing sind hier besonders gefragt. Die Aufgaben lassen sich dank Digitalisierung nahezu überall erledigen. Damit die Projekte nachverfolgbar bleiben und Zeiten genau erfasst werden, kommt für diesen HR-Trend ebenfalls mehr Software zum Einsatz.

 

Blicken Sie in Sachen HR-Trends 2021 bereits durch? Oder benötigen Sie Hilfe dabei, moderne Arbeitsstrukturen in Ihrem Unternehmen zu ermöglichen? Gerne helfen wir Ihnen dabei und bringen Ihnen das Thema Workforce Management näher. HR-Software hat sich bei der digitalen Transformation als besonders hilfreich herausgestellt. Unsere Experten beraten Sie gerne.

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Schlagwörter
Human Resources Workforce Management Software HR-Trends Remote Work New Leadership Gig Economy

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