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Die wichtigsten HR-Trends für 2020: So wird das Jahr erfolgreich

Das Jahr 2020 lässt nicht mehr lange auf sich warten. Deshalb ist es schon jetzt an der Zeit, sich mit den wichtigsten HR-Trends und -Entwicklungen für das kommende Jahr auseinanderzusetzen. Wir fassen für Sie die zentralen Aspekte zusammen.

Der Bereich Human Resources entwickelt sich stetig weiter. Das liegt mitunter auch am Arbeitsmarkt. Dieser ist zurzeit auf den Arbeitnehmer gerichtet. Im Zeitalter des Fachkräftemangels steht der Mensch im Fokus – Unternehmen konzentrieren sich darauf, Arbeitnehmer zu werben und diese nachhaltig an sich zu binden. Dies erklärt ebenfalls die entstehenden Trends für das kommende Jahr.

 

HR-Trends 2020: So sehen die wichtigsten Trends aus

Die HR-Trends 2020 sind vielfältig: Business Analytics im Bereich Human Resources, Imagepflege für Unternehmen, Agile und moderne Arbeitswelten, neue Lernmethoden mittels New Learning und mehr Autonomie, der Fokus auf Gleichberechtigung sowie viele andere Entwicklungen gehören dazu. Die Personalarbeit navigiert damit zwischen Digitalisierung und dem entstehenden Fachkräftemangel.

 

Trend Nr. 1: Datengrundlage schaffen mit Business-Analytics

Der bestehende Personalmangel in vielen Unternehmen zwingt zum Handeln. Es gilt, das Beste aus der bestehenden Situation herauszuholen. Dafür müssen jedoch zunächst Optimierungsmaßnahmen eingeleitet werden. Die Daten dafür lassen sich mithilfe von Business Analytics aus dem CRM-, ERP- oder Workforce Management System ziehen. Ein Großteil an Daten wird in Unternehmen bis dato nicht genutzt, obwohl sich diverse Erkenntnisse daraus ableiten lassen. Die Informationen können beispielsweise aus den Zeit- und Abwesenheitskonten der Mitarbeiter stammen oder aus den Aufzeichnungen der Personaleinsatzplanung.

Durch die Analyse der HR-relevanten Daten, können Probleme mit der wichtigen Ressource Personal nachhaltig vermieden werden. Wie oft sind die Mitarbeiter krank? Gibt es eine Abteilung, die besonders häufig mit Krankheitstagen auffällt? Welche Abteilung macht im Vergleich zu den anderen viele Überstunden? Wie hoch ist die Fluktuationsrate? Die Analyse dieser und weiterer Faktoren führt zu Erkenntnissen, die das Arbeitsklima verbessern können und somit die Mitarbeiter an das Unternehmen binden.

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Trend Nr. 2: Das eigene Image im Fokus

Wenn man als Unternehmen neue, geeignete Kandidaten gewinnen möchte, muss man sich zunächst um das eigene Image kümmern. Daran müssen Unternehmen aktiv und konstant arbeiten und dieses nach außen tragen. Hier spielen Bewertungen aus Arbeitgeberportalen eine wichtige Rolle, da sich Kandidaten dort über den Arbeitgeber informieren. Regelmäßige Mitarbeiterumfragen können unter anderem dabei helfen, die Stimmung in der Belegschaft besser einzuschätzen. Darüber hinaus ist das Image auch für die schon vorhandenen Mitarbeiter wichtig. Denn ein weiterer Trend ist das Abwerben von Mitarbeitern. Wer nicht vorsorglich mit einem guten Arbeitsklima handelt und sich aktiv um die Zufriedenheit der Mitarbeiter kümmert, sieht geschätzte Arbeitskräfte schon bald bei der Konkurrenz arbeiten.

Dass das Image von enormer Wichtigkeit ist, wird auch durch den Azubi Report 2019 von Territory Embrace deutlich. Dieser stellt dar, dass Unternehmen für Auszubildende erlebbar sein müssen. Das heißt, dass zukünftige Auszubildende sich ausführlich über den eventuellen Arbeitgeber informieren. Gibt es Weiterbildungsmaßnahmen? Wie wahrscheinlich ist es, dass man nach der Ausbildung übernommen wird? Wie zufrieden waren andere Auszubildende mit der Ausbildung? Mehr als 60 Prozent der Studienteilnehmer sagt sogar, dass das Interesse an einem Probetag besteht. Hier werden die gesammelten Informationen nochmals auf den Prüfstand gestellt.

 

Trend Nr. 3: Agile Arbeitswelten für neue Generationen

Die Generation Z dringt unaufhaltsam auf den Arbeitsmarkt vor. Daher sollten HR-Verantwortliche sich stärker auf die Bedürfnisse der jüngeren Arbeitnehmer fokussieren. Flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten und moderne Arbeitstechnologie sind nur der Anfang. Beispielsweise kann eine Personalplanung, welche die Bedürfnisse der Arbeitnehmer in den Fokus setzt, agilere Strukturen ermöglichen, auch wenn der Job auf einem Schichtmodell basiert.

Das heißt jedoch, dass sich Unternehmen auf Veränderungen der klassischen Strukturen einlassen müssen. Hier geht es darum, die positiven Aspekte aus der Veränderung zu ziehen. Neue, junge Köpfe bringen frische Ideen, können mit digitalen Herausforderungen umgehen und haben das Potenzial, Prozesse um ein Vielfaches zu beschleunigen. Agile Arbeitswelten sorgen dafür, dass notwendige Änderungen möglich sind, um Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und das Unternehmen damit in eine konkurrenzfähige Zukunft zu führen.

 

Trend Nr. 4: New Learning im Unternehmen etablieren

Um die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, muss man ihnen ebenfalls Möglichkeiten zur Weiterbildung geben. Das unterstützt nicht nur die internen Strukturen und wahrt vor dem gefürchteten „Brain-Drain“ – dem Austritt qualifizierter Fachkräfte - sondern bietet gleichzeitig einen Mehrwert für die eigene Motivation und Entwicklung der Mitarbeiter. New Learning ist eine moderne Lernmethode, die auf die Anpassungsfähigkeit und Agilität der Arbeitswelt setzt. Hier kommen digitale Ansätze in Kombination mit klassischen Lernansätzen zum Einsatz, um die Anpassungs- und Innovationsfähigkeit von Mensch und Organisation zu unterstützen. Besonders jüngere Generationen legen viel Wert auf neue, autonome Lernmethoden mithilfe digitaler Praktiken. In-house Workshops kombiniert mit externen Seminaren und Webinaren, die zu Hause oder am Arbeitsplatz belegt werden können, digitaler aber auch face-to-face Wissenstransfer sind hier einige Kombinationsmöglichkeiten, die klassisches Lernen mit neuen Methoden kombinieren.

 

Trend Nr. 5: Gesteigerte Bemühungen hinsichtlich Gleichberechtigung

Auch 2020 gibt es noch einiges im Bereich Gleichberechtigung und Chancengleichheit zu tun. Denn es gibt noch immer genug Unternehmen und Branchen, in denen Unterschiede stärker deutlich werden als in anderen. Generell gibt es noch starke Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen. Eurostat hat 2017 immense Ungleichheiten festgestellt: So lag der Unterschied in der Bezahlung zwischen Männern und Frauen in Deutschland bei 21 Prozent. Am größten war der Unterschied in Estland mit 25,6 Prozent. Die größten Differenzen gab es in der Finanz- und Versicherungsbranche sowie im Privatsektor. Zwar werden diese Unterschiede mit den Jahren immer kleiner, jedoch sind sie immer noch bemerkbar, weshalb Unternehmen auch in Zukunft an der Schließung jener Lücke arbeiten sollten.

 

Trend Nr. 6: Corporate Responsibility stärken

Im Zeitalter von „Fridays for Future“ wird es immer offensichtlicher, dass Themen, welche die Gesellschaft ganzheitlich betreffen, in den Fokus rücken. Unternehmen nehmen daher immer häufiger Werte wie Corporate Responsibility (also die Verantwortung des Unternehmens in sozialen Aspekten) in ihrer Werteliste auf. Zum einen, um sich als Arbeitgeber attraktiv zu positionieren, zum anderen, weil Arbeitnehmer es immer wichtiger finden, sich auch im Arbeitsalltag zu engagieren. Die Human Resources Abteilung kann hier einen Anreiz geben, um dieses Thema in der Belegschaft voranzutreiben und die Möglichkeiten dafür zu bieten.

Haben Sie in Sachen HR-Trends für 2020 alles im Blick? Wir haben eine Liste mit wichtigen HR-Buzzwords für Sie erstellt, die Ihnen dabei hilft, sich mit Trends aus dem Bereich Human Resources auseinanderzusetzen. Laden Sie sich diese Liste kostenlos herunter. Wenn Sie Interesse daran haben, moderne Arbeitsstrukturen in Ihrem Unternehmen zu ermöglichen, helfen unsere Experten gerne bei der Implementierung einer zukunftsweisenden Workforce Management Software.

 

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