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Flexibler durch Digitalisierung? FOM Studie weist darauf hin.


Die Wirtschaft wird immer digitaler und schnelllebiger – ein Faktor ist die Globalisierung. Zeitzonen und Ländergrenzen müssen rasch überbrückt werden. Deshalb kommen immer mehr digitale Ansätze zum Einsatz – auch im HR-Bereich. Die „New Work(ing Time)“ Studie der FOM zeigt, dass Beschäftigte sich durch HR-Software fairer behandelt und flexibler fühlen.


HR-Software steht durch das neue EuGH-Urteil in der Kritik: Viele befürchten eine Art Überwachung durch die Unternehmen und geminderte Flexibilität im Arbeitsalltag. Dabei wird häufig der Vergleich mit der Stempeluhr aus Zeiten der Industrialisierung angeführt. Doch ergab die empirische Analyse der FOM Studie „New Work(ing Time)“, dass Beschäftigte die digitale Erfassung von Arbeitszeiten gar nicht negativ wahrnehmen. Ganz im Gegenteil: Sie erfahren gefühlt eine höhere Flexibilität und eine bessere Work-Life-Balance.

Was spricht für mehr Flexibilität?

Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel ist es umso wichtiger, qualifizierte und geschätzte Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Denn mit dem Jahr 2030 wird es durch das Ausscheiden qualifizierter Fachkräfte im Rentenalter zu einem noch stärkeren Fachkräftemangel kommen, als er heute schon zu spüren ist – der Arbeitsmarkt wird also regelrecht leergefegt sein. Warum also nicht die qualifizierten und geschätzten Mitarbeiter an das Unternehmen binden? Benefits sind eine Sache: Beispielsweise drücken Mitarbeiter-Incentives, wie Ausflüge, Firmenwagen, Firmenhandys und Co., die Wertschätzung aus. Jedoch wird die Flexibilität und damit die Mobilität häufig von Arbeitgebern unterschätzt. Besonders die Generationen Y und Z fordern mehr Flexibilität durch den Arbeitgeber. Hier ist ein Umdenken bei den Unternehmen gefragt. Homeoffice, flexible Arbeitszeiten und Arbeitszeitmodelle, die (kurz- oder langfristig) an die Lebenssituation angepasst werden können, sind gefragt.

Personaleinsatzplanung wird als gerecht empfunden

Die Befragten der Studie wurden bezüglich ihrem Befinden zu Softwaretools, die eine flexible und automatisierte Personaleinsatzplanung ermöglichten, befragt und mit Probanden verglichen, die eine solche Software nicht im Einsatz hatten. Dabei kam heraus, dass es signifikante Unterschiede gibt. Mit dem Einsatz einer Software verspürten die Befragten eine höhere Mitarbeiterbindung und Arbeitszufriedenheit. Das Verfahrensergebnis, zu dem die Software kommt, wurde von den Teilnehmern außerdem als gerechter eingestuft. Dementsprechend ließ sich durch die Studie ein positiver Zusammenhang mit dem Einsatz einer Software zur Personaleinsatzplanung erkennen.

Mehr Work-Life-Balance mit digitaler Zeiterfassung

Der Vergleich zwischen den zwei Gruppen wurde auch im Bereich der Zeiterfassung durchgeführt. Hier kam die Studie ebenfalls zu wegweisenden Ergebnissen. Die wahrgenommene Flexibilität ist bei dem Modell der Einzelzeitenerfassung durch ein modernes System signifikant höher. Selbst Personen mit Vertrauensarbeitszeit schätzen die Flexibilität höher ein. Es besteht unter anderem ein Zusammenhang mit der Nutzung mobiler Informations- und Kommunikationstechnik, Heimarbeit und flexiblen Arbeitszeiten. Ebenfalls fiel die Zufriedenheit im Hinblick auf die Work-Life-Balance bei der digitalen Zeiterfassung höher aus.

Handlungsempfehlungen der Studie

Die FOM Studie gibt schlussendlich an, dass eine digitale Personaleinsatzplanung Vorteile gegenüber einer analogen aufweisen kann, welche sich in der Mitarbeiterzufriedenheit widerspiegeln. Ebenfalls führen verstärkte Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik, digitale Zeiterfassung und flexible Arbeitszeiten zu einem Gefühl verstärkter Flexibilität. Das kann zu höherer Zufriedenheit und damit zu einer stärkeren Mitarbeiterbindung führen. Jedoch wird befürchtet, dass Mitarbeiter der Empfindung einer ständigen Erreichbarkeit ausgesetzt sind. Die Umstellung auf digitalisierte Systeme kann lohnenswert für Unternehmen sein, insbesondere um für eine stärkere Bindung und Zufriedenheit der Mitarbeiter zu sorgen. Man sollte die fortschreitende Digitalisierung jedoch weiter beobachten, um eventuelle negative Nebeneffekte auszuschließen.

 

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