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Fairness für alle – im Homeoffice & vor Ort im Betrieb

Eine Vielzahl an Unternehmen hat in kürzester Zeit Remote Work realisiert. Doch nicht alle profitieren vom Trend zum Homeoffice. Es gibt diverse Branchen, die auf die Anwesenheit ihrer Mitarbeiter angewiesen sind. Welche Möglichkeiten gibt es hier, damit es für alle fair bleibt?

Ganz klar: Unterschiedliche Jobs bringen unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich. Wer im Büro arbeitet, kann seine Arbeit einfach mit nach Hause nehmen und dort arbeiten. Deshalb war es so einfach, Digitalisierungskonzepte zu nutzen und Mitarbeiter von heute auf morgen ins Homeoffice zu schicken. Doch was ist mit denjenigen, die am Arbeitsplatz erscheinen müssen? Was ist mit den Fachkräften aus den Werkshallen, aus dem Handel, aus der Logistik und dem Gesundheitswesen? Wie kann man eine gewisse Fairness erreichen?

 

Benefits zur Motivation & Wertschätzung nicht vergessen

Weil Arbeitnehmer in präsenzpflichtigen Jobs unbedingt vor Ort sein müssen, um ihre Arbeit zu erbringen, sollte man auf andere Benefits zur Motivation und Wertschätzung setzen. Ob interne Rabatte für Verkaufsangestellte, garantierte Pflegeplätze für Angehörige oder einen Betreuungszuschuss für Arbeitnehmer, die einen Pflegeberuf ausüben oder Rabatte für Angestellte aus dem Gastronomiegewerbe: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seinen Mitarbeitern Wertschätzung zu zeigen. In der Produktion kommen oft Modelle für Prämien- und Leistungslohn zum Einsatz, um einen Motivationsfaktor für die Belegschaft zu schaffen. Diese Benefits sind in der Regel nicht für Büroangestellte verfügbar, wodurch eine gewisse Fairness im direkten Vergleich von „Homeoffice-Berufen“ und „Präsenz-Berufen“ schon besteht.

Zwar entfällt für Büroangestellte der Fahrtweg ins Büro und man kann seine Arbeitszeiten einfach bequem mit einer Stundenzettel App erfassen, doch fallen mitunter andere Benefits weg, die sonst im Unternehmen gegeben wären. Gratis Obst oder Kaffee beispielsweise: Diese Vorteile entfallen im Homeoffice – hier muss man sein Obst und seinen Kaffee selbst zahlen. Dazu kommt die erhöhte Strom- und Wasserrechnung, weil das Homeoffice ständig online ist und man den ganzen Tag seine eigenen sanitären Anlagen nutzen muss. Jeder wählt seinen individuellen Job aus und damit auch die Vor- und Nachteile, die damit verbunden sind. Dennoch gibt es Möglichkeiten, auch Präsenz-lastige Berufe fairer zu gestalten.

fairness-berufsuebergreifend© Unsplash.com

Mehr Homeoffice als gedacht?

Nicht nur klassische Bürojobs können remote von zu Hause ausgeführt werden. Auch in Berufen, in denen üblicherweise keine Heimarbeit möglich ist, gibt es Wege. Nehmen wir als Beispiel eine Fachkraft aus einem Produktionsbetrieb: Viele Maschinen lassen sich mithilfe moderner Technologie, wie einem Manufacturing Execution System, heute am Bildschirm überwachen und steuern. Eine komplett vernetzte Produktion kann von der Fachkraft am PC gesteuert werden, solange die Maschine einsatzbereit ist und genügend Material zur Verfügung steht. Auch die Logistik lässt sich im Produktionsbetrieb überwachen und etwa mithilfe Künstlicher Intelligenz steuern. Zwar ist ein Großteil der Fertigungsbetriebe noch immer nicht bei Industrie 4.0 angekommen, doch ist der Weg dorthin schon längst geebnet.

Es liegt an den Produktionsbetrieben, diese Möglichkeiten auch zu nutzen sowie Maschinen zu vernetzen, sodass die Steuerung dieser Maschinen digital durch die Fachkräfte erfolgen kann und ein Eingreifen vor Ort nicht immer nötig ist. Es gibt in jedem Berufsfeld verschiedene Tätigkeiten, die virtuell abzuwickeln sind – dadurch entsteht auch hier eine Standortunabhängigkeit. Es muss nur die Bereitschaft der Managementebene bestehen, Prozesse zu überdenken und neu zu gestalten, um damit eine Flexibilisierung zu ermöglichen. Dazu kommt noch die richtige Schicht- und Personalplanung – auch diese kann remote am PC erfolgen, mithilfe einer Software. Hier gibt es weitere Vorteile, die sich dadurch für die Angestellten ergeben.

 

Digitale Personalplanung & attraktive Arbeitszeitgestaltung

Ob Lok-Führer, Logistik-Fachkraft, Pflegekraft, Gastronomie-Fachkraft oder sonstige Berufsbilder, die auf einer Dienst- oder Schichtplanung basieren: Am Anfang steht immer eine sorgfältige Planung. Hier ist es wichtig, diese sogenannten systemrelevanten Berufe wieder attraktiver zu gestalten – auch wenn kein Homeoffice möglich ist. Die Attraktivität kommt mit einer angemessenen Bezahlung für die erbrachte Leistung – in diesem Bereich sind wirtschaftliche und politische Entscheider gefragt, damit es zu positiven Veränderungen kommt.

Doch auch im organisatorischen Geschehen kann ein flexiblerer und attraktiverer Arbeitsplatz geschaffen werden. Mithilfe einer gut durchdachten Personaleinsatzplanung können Mitarbeiter flexibel und bestmöglich mit persönlichen Wünschen vereinbart eingesetzt werden. Eine digitale Dienstplanung mit einer Software ist eine gute Grundlage dafür. Die Planungsverantwortlichen nutzen die Software (gerne auch im Homeoffice) um den Dienst- oder Schichtplan zu erstellen. Wünsche zu bestimmten Schichten können Mitarbeiter im System hinterlegen. Schon geplante Schichten lassen sich bei spontanen Planänderungen zum Tausch anbieten. So können die Mitarbeiter Dienste untereinander tauschen und ihren Arbeitsalltag flexibler gestalten. Ebenfalls können Gleitzeitkonten genutzt werden, um mehr Flexibilität in den Arbeitstag zu bringen. Die erfassten Arbeitszeiten findet man im Zeitkonto der Mitarbeiter, auf welches auch die Personaleinsatzplanung zurückgreift. Damit können (geplante) Abwesenheiten automatisch mit in die Dienstplanung einfließen.

 

Flexiblere Arbeitsmodelle sind mit oder ohne Homeoffice realisierbar – man muss nur die Strukturen dafür schaffen und die richtigen Planungstools nutzen. Lassen Sie sich von unseren Experten für Workforce Management beraten und schaffen Sie somit faire Arbeitsbedingungen für alle Arbeitnehmer in Ihrem Unternehmen.

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Personaleinsatzplanung Homeoffice Mitarbeitermotivation Workforce Management Software Arbeitszeitflexibilisierung Fairness

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