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Digitalisierung im Einzelhandel: Strategien zum Durchstarten

Geschlossene Läden, regulierte Kundenanzahl, strenge Hygienevorschriften: COVID-19 hat dem stationären Einzelhandel im Jahr 2020 zu Schaffen gemacht und die Digitalisierung stark vorangetrieben. Wer weiterhin Umsatz erzielen wollte, musste sich neue Strategien ausdenken. Verschiedene Softwarelösungen haben sich hier als erfolgreich erwiesen.

Momentan kann niemand genau sagen, ob und wann man nach der Zeit mit Corona wieder zur Normalität zurückkehren wird. Niemand weiß zudem, wie oft die Wirtschaft noch von Lockdowns betroffen sein wird und niemand kann sagen, welche Herausforderungen, welche Viren oder was sonst in Zukunft auf uns wartet. Die Digitalisierung im Einzelhandel wird also kein Phänomen sein, dass sich zukünftig wieder verabschiedet. Ganz im Gegenteil: Es ist fest damit zu rechnen, dass der Einzelhandel zukünftig digital aufgestellt sein muss, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.

 

So gelingt Digitalisierung im (stationären) Einzelhandel

Wer seinen Kundenservice und den Umsatz auch in Lockdown-Zeiten sowie in Zukunft aufrechthalten möchte, muss sich Gedanken um neue Konzepte machen. Der Fahrradhändler Rose Bikes sowie der Kinderfachmarkt BabyOne haben dafür Maßnahmen auf LinkedIn veröffentlicht, damit sich andere Einzelhändler daran orientieren können. Diese und weitere Maßnahmen haben wir weiter unten kurz zusammengefasst.

Umdenken ist zwingend nötig, denn der Umsatz im E-Commerce wird laut Statista in Zukunft noch stärker steigen. 2020 erwartet man einen E-Commerce-Umsatz von 77.585 Millionen Euro in Deutschland – für 2025 liegt die Prognose schon bei 103.635 Millionen Euro. Zudem hat sich die Nachfrage im Online-Handel durch Corona verstärkt. Exemplarisch ist hier die Fitnessbranche zu nennen: Die Nachfrage nach Hanteln im Online-Handel stieg in der Kalenderwoche 11 und 12 2020 um 2.740 Prozent – im stationären Einzelhandel waren Hanteln wochenlang ausverkauft.

Um sich auf die Zukunft vorzubereiten und den Einzelhandel digitaler zu gestalten, sind folgende Konzepte vielversprechend:

 

Mobile Beratung und Verkauf

Wenn die Kunden nicht ins Geschäft kommen können, muss die Beratung zu ihnen kommen – auch wenn dies auf digitalem Weg erfolgt. Zunächst ist dies aufgrund von Hygienevorschriften nötig. Aber wenn man an die Zukunft denkt und sich verdeutlicht, dass die Convenience-Faktoren wie Bestellung per App, entfallende Fahrtwege zum Geschäft oder ähnliches dadurch berücksichtig werden, leuchtet dieses Konzept auch nach Corona ein.

Eine Verkaufsberatung kann beispielsweise über Videofunktionen in gängigen Messaging-Apps erfolgen oder per Video-Call am Desktop-Gerät. Die persönliche Beratung wird damit nur in einen virtuellen Bereich verlegt. Der Nachteil: Anfassen und direktes Anprobieren im Geschäft entfallen dadurch. Allerdings können Kunden die Produkte beispielsweise für einen begrenzten Zeitraum zu Hause anprobieren und bei Nichtgefallen zurückschicken. Auch der Verkauf kann bequem über Apps erfolgen.

 

Einzelhandel mit Lieferservice

Heute wird alles geliefert, sodass die Digitalisierung im Einzelhandel damit immer deutlicher wird. Von Lebensmitteln über Schuhe bis hin zum Fahrrad verschicken die Händler ihre Güter heute zu den Kunden nach Hause. Bei größeren Anschaffungen wie einem Fahrrad können die Interessenten ein Produkt ausgiebig testen und bekommen diese ungewöhnliche Produktprobe geliefert. Immer mehr Einzelhändler stellen dafür Lieferanten oder Kurierfahrer ein, die sich ausschließlich um die Produktlieferungen der Kunden kümmern.

 

Click-and-Collect-Prinzip

Eine weitere Maßnahme zur Digitalisierung im Einzelhandel ist das Click-and-Collect-Prinzip, bei dem die Kunden ihre Waren online bestellen und in einem zugewiesenen oder ausgewählten Zeitfenster an einem Lager, auf dem Parkplatz oder direkt am Geschäft abholen. Die Zahlung kann vorab über verschiedene Zahlungsdienste erfolgen. Das erspart langes Anstehen vor dem Geschäft sowie Menschenansammlungen und zudem gleichzeitig Zeit.

 

Online- und Social-Media-Stores

Kleinere Geschäfte entdecken mit wachsender Begeisterung die Vertriebsstrategien über die Sozialen Netzwerke. Lokal geschaltete Anzeigen, die auch für Laien relativ einfach einzurichten sind, lassen gezieltes Targeting für die gewünschten Zielgruppen zu. Die Produkte können auf den Beiträgen in Social Media markiert werden, um die Interessenten direkt zu dem abgebildeten Produkt im Store zu führen. Facebook und Instagram haben durch die Coronakrise zudem eine Shopping-Funktion in den Netzwerken ausgerollt, sodass die App zum Kauf gar nicht mehr verlassen werden muss. Die Customer-Joruney wird damit vereinfacht und die Interessenten können Produkte schneller kaufen.

Personalplanung im Einzelhandel ist problemlos am Tablet möglich.© Pexels.com

Tools zur strukturellen Digitalisierung des Einzelhandels

Ob vor oder nach dem Lockdown, mit oder ohne Bedrohung eines Virus: Damit der Verkauf digital und stationär gelingt, sind die Fachkräfte im Betrieb die wichtigste Ressource. Nur wenn qualifizierte und ausreichend Mitarbeiter im Einsatz sind, bekommen die Kunden ihre Waren rechtzeitig und können zufriedenstellenden Kundenservice erleben. Dafür eignen sich Tools aus dem Bereich Workforce Management.

 

Personaleinsatzplanung im Einzelhandel

Wer ist wann verfügbar, wer hat die nötigen Qualifikationen, eine (Online-)Beratung durchzuführen und wer wird zur Lieferung der Produkte eingeteilt? Das sind Fragen, die täglich geklärt werden müssen. Insbesondere kleinere Betriebe sind auf eine detaillierte Planung angewiesen, um diese und viele weitere Funktionen zu erfüllen. Dafür gibt es etwa digitale Dienstplaner für kleine und mittelständische Unternehmen, die den Dienstplan einfach und überall verfügbar machen. Größere Unternehmen, die eine deutlich größere Belegschaft planen müssen, können sich auf spezielle Lösungen zur Personaleinsatzplanung für den Handel verlassen. Die HR- und Planungsverantwortlichen im Unternehmen können die Personalplanung damit digital durchführen. Das Gute: Die Systeme lernen mit und erstellen sogar eigene Planungsvorschläge, die etwa saisonale Schwankungen, Aufträge oder andere Bedarfstreiber einkalkulieren. So sind qualifizierte Fachkräfte immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

 

Zeiterfassung im Handel

Gerade in Zeiten erhöhter Nachfrage machen besonders viele Fachkräfte Überstunden, um den Bedarf der Kunden zu decken. Damit Unternehmen jederzeit eine Übersicht über die Zeitkonten der Mitarbeiter haben, besser kalkulieren können und gleichzeitig die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung erfüllen, gibt es diverse Möglichkeiten zur Zeiterfassung im Handel. Auch hier gibt es mobile Zeiterfassungssoftware für kleinere Unternehmen, die etwa auf den Smartphones der Fachkräfte genutzt werden kann und somit zu jeder Zeit und and jedem Ort einsatzbereit ist. Größere Firmen vertrauen auf spezielle Lösungen zur Zeiterfassung im Handel: So können etwa automatisch Vorgaben aus Tarifverträgen eingehalten, eine Vielzahl an Arbeitszeitmodellen abgebildet oder die Zeitkonten der Mitarbeiter an die Verfügbarkeiten in der Personalplanung gekoppelt werden.

 

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