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Digitale Beschleunigung und die Auswirkungen auf die Arbeitswelt

Alles wird schneller und digitaler – das ist eine Entwicklung, die sich nicht erst seit diesem Jahr abzeichnet. Jedoch hat die digitale Beschleunigung 2020 nochmals erheblich angezogen, angetrieben durch die Corona-Pandemie. Wir zeigen, welche Auswirkungen das auf die Arbeitswelt haben kann.

Die digitale Transformation ist unaufhaltsam und erstreckt sich über diverse Bereiche. Von der Wirtschaft über die Gesellschaft bis in unser Privatleben: Digitale Helfer sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Schnell mal eine E-Mail schreiben, Absprachen über einen Messenger-Anbieter machen oder die Gegebenheiten in einem fremden Ort schon vorab mithilfe von Google checken? All diese Dinge sind heute Normalität. Doch auch die Arbeitswelt wird immer digitaler – nicht zuletzt durch die Kontaktbeschränkungen, die das Coronavirus mit sich gebracht hat. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt klare Tendenzen.

 

Digitale Auswirkungen auf die Arbeitswelt sind nicht mehr aufzuhalten

Besonders in den letzten Monaten wurde die digitale Transformation nochmals erheblich beschleunigt. Eine Begleitstudie zur Zukunftsstudie Leben, Arbeit, Bildung 2035, welche die Bertelsmann Stiftung mit dem Münchner Kreis e. V. im Juni 2020 veröffentlicht hat, zeigt klare Tendenzen. Für diese Studie wurden über 200 Experten für Digitalisierung, KI und Technologie befragt. Sie sollten die Auswirkungen der Pandemie auf die Arbeitswelt einschätzen.

 

Remote Work & digitale Kommunikation bleiben erhalten

Ein klarer Trend, der durch die Studie belegt werden konnte, ist die Entwicklung in Richtung mobiler und dezentraler Arbeit. 85 Prozent der Befragten sehen Homeoffice als vielversprechende Arbeitsform. Die dafür benötigten digitalen Kanäle sind jedoch unbedingt notwendig, damit digitale Arbeitsform funktionieren kann und Informationen zeitnah unter Kollegen ausgetauscht werden können.

Frau im Homeoffice im Wohnzimmer© Pexels.com

 

Trend geht zur digitalen Strategie

Des Weiteren erwarten 92 Prozent der Befragten eine bereichsübergreifende Beschleunigung der digitalen Transformation in Unternehmen – so auch bei der Kundenkommunikation oder bei den Dienstleistungen. Ebenfalls gehören sowohl räumliche als auch zeitliche Flexibilität bei der Arbeit zur Transformation. Das heißt, dass sämtliche Kanäle in Zukunft digital Funktionieren und digitale Strategien in Unternehmen entwickelt werden müssen. Großevents, wie z. B. Messen, werden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zeitnah stattfinden können. Es müssen somit andere Vertriebsstrategien genutzt werden – die digitalen Wege bieten sich dazu an. Aber auch die Dienstleistungen der Unternehmen müssen zielführend digitalisiert werden. Dazu ist eine effiziente Mitarbeiterplanung unerlässlich – dies kann etwa mit digitalen Dienstplänen oder einer Software für Personaleinsatzplanung geschehen. Die Planungsergebnisse sind virtuell verfügbar, sodass jeder Mitarbeiter in Echtzeit darauf zugreifen kann.

 

Homeoffice als Effizienz-Boost?

Viele Unternehmen, die vorher skeptisch gegenüber Heimarbeit waren, scheinen ihre Meinungen nun anpassen zu können: Die Bertelsmann Studie stellt dar, dass 87 Prozent der befragten Digitalexperten eine gleichbleibende Arbeitsleistung bzw. sogar eine Steigerung der Arbeitsleistung erwarten. Eine große Zahl der in Deutschland registrierten Betriebe arbeitete vor der Pandemie noch immer mit Präsenzzeiten im Unternehmen – auch diese mussten sich durch die Kontaktbeschränkungen anpassen und mobile Arbeitsmodelle ermöglichen – viele waren positiv überrascht. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass zwei Drittel der befragten Experten erwarten, dass das vorher etablierte Büroleben der Präsenzzeiten auch zukünftig nicht mehr möglich sein wird.

Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber haben die flexible Arbeit zu schätzen gelernt – der Fakt, dass es bisher noch keinen Impfstoff gegen Corona gibt, spielt dieser Entwicklung in die Karten. Ein denkbarer Weg ist eine Hybrid-Lösung aus Präsenz- und Homeoffice-Tagen. Hier können Arbeitnehmer flexibel mit ihren Teamkollegen Arbeitszeiten und -orte abstimmen. Auch dabei sind digitale Hilfen aus dem Workforce Management unerlässlich. Software zur Arbeitszeiterfassung oder Personaleinsatzplanung können dabei helfen, einen Überblick über (geplante) An- und Abwesenheiten der Mitarbeiter zu behalten. Darüber hinaus hilft die digitale Personalplanung dabei, die Mitarbeiterwünsche zur Flexibilität bestmöglich umzusetzen. Auch die Führungskultur würde davon profitieren – denn es ist eine Tendenz von Kontrolle hin zu mehr Vertrauen erkennbar. Wer digitale Tools aus dem Bereich Workforce Management nutzt, kann mehr Transparenz aufseiten der Arbeitnehmer und -geber erwarten.

 

Nachhaltigkeit im Unternehmen durch digitale Beschleunigung unterstützen

Eine weitere Auswirkung auf das Arbeitsleben kann man im Bereich Nachhaltigkeit erleben. Während des Lockdowns waren die Straßen leergefegt. Selbstverständlich fanden dann ebenfalls keine Dienstreisen mehr statt und die Mitarbeiter sind weniger gependelt. Man konnte eine generelle Entschleunigung wahrnehmen. Jedoch erwarten die Experten der Bertelsmann Studie keinen langanhaltenden Trend: Nur 17 Prozent nehmen an, dass sich diese positiven Effekte auf die Nachhaltigkeit langfristig halten werden.

Damit hier langfristige Auswirkungen möglich werden, sind politische und wirtschaftliche Entscheider angehalten zu handeln. Sie müssen Anpassungen bei den Arbeitsbedingungen einfordern, damit die positiven Effekte des nachhaltigen Wirtschaftens auch weiterhin spürbar bleiben. Hier spielt die digitale Transformation erneut eine wichtige Rolle: Die jetzt bereits sichtbaren Effekte müssen weitergedacht werden, um die Arbeitswelt zukunftsfähig zu gestalten. Ist die Dienstreise zur Kundenpräsentation wirklich notwendig oder kann die Präsentation auch digital stattfinden? Wer individuelle Bedürfnisse der Mitarbeiter und wirtschaftliche Ziele gewinnbringend kombiniert, wird hier die bestmögliche Lösung für sein Unternehmen finden. Deutlich wird jedoch, das digitale Tools, wie z. B. eine Workforce Management Lösung, dabei unbedingt notwendig sind.

 

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