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Coronavirus: Sind Unternehmen machtlos?

Kurzarbeit, Reiseverbote, Homeoffice, Veranstaltungsabsagen und vieles mehr: Das Coronavirus ist in Deutschland angekommen und hat schon jetzt Auswirkungen auf die Wirtschaft. Viele Unternehmen rechnen mit hohen wirtschaftlichen Verlusten. Um Mitarbeiter zu schützen, lohnen sich einige Maßnahmen.

Nachdem nun auch die USA ein Einreiseverbot für Europäer verhängt hat, wird eins ganz deutlich: Die Wirtschaft wird die Folgen von der Ausbreitung des COVID-19-Virus tragen. In China sind diese schon zu spüren – in Deutschland ist es bis dato schwer, Prognosen aufzustellen. Diverse Branchen bereiten sich schon auf möglichen Folgen vor – auch das Bundeswirtschaftsministerium beobachtet die Entwicklungen sehr genau, um sich auf diverse Folgen einzustellen. Zunächst gilt es für Unternehmen, die Gefahren rund um das Virus einzudämmen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

 

Tee & Taschentücher sind bei Erkrankungen essenziell. © Unsplash.com / Kostenfreie Nutzung gewährt

 

Richtiges Vorgehen bei Verdacht auf Coronavirus

Das Bundesgesundheitsministerium empfiehlt, nicht einfach einen Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen, sondern diese anzurufen. Um zu verhindern, dass andere Patienten sich mit dem Virus infizieren, ist es besser, wenn medizinische Fachkräfte zur Feststellung zu der Verdachtsperson kommen und dort einen Schnelltest durchführen. Nur durch strenge Quarantänemaßnahmen lässt sich die Infektionskette kurzhalten. Die Infografik des Bundesgesundheitsministeriums veranschaulicht diese Vorsichtsmaßnahme.

Infografik zum Coronavirus des Bundesgesundheitsministeriums© Bundesministerium für Gesundheit

 

Des Weiteren werden folgende Vorsichtsmaßnahmen empfohlen:

  • Schützen: Niesen oder Husten Sie nur in die Ellenbeuge. Es wird regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit ausreichend Seife und Papierhandtüchern empfohlen. Anschließend kann Desinfektionsmittel benutzt werden. Berührungen zur Begrüßung sollten vermieden werden.
  • Erkennen: Die ersten Anzeichen für das Coronavirus sind Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber. Bei einigen Betroffenen kann es auch zu Durchfall kommen – die Inkubationszeit kann bis zu 14 Tage dauern.
  • Handeln: Falls Kontakt zu infizierten Personen bestand oder Krankheitssymptome auftreten sollte der Kontakt zu anderen Personen vermieden werden. Der erste Ansprechpartner ist der Hausarzt oder die 116 117 (Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung).

 

Wie können sich Unternehmen schützen?

Wichtig ist, dass die komplette Belegschaft über die richtigen Vorsichtsmaßnahmen zum Coronavirus informiert wird und sich streng an diese hält. Besteht ein Verdachtsfall sollte der Mitarbeiter auf keinen Fall zur Arbeit kommen, sondern sich an die oben beschriebenen Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums halten. Bei einem Krankheitsfall und zum Schutz der Belegschaft kann angeordnetes Homeoffice im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten zudem hilfreich sein. Einige Unternehmen entbinden ihre Mitarbeiter im Verdachtsfall sogar von einer Krankschreibungspflicht.

 

Maßnahmen für agiles & digitales Arbeiten

Viele Außentermine werden derzeit abgesagt. Diese können etwa über Videotelefonie als digitale Konferenzen stattfinden, um sie nicht komplett ausfallen zu lassen. Große Unternehmen schließen Kantinen, um die Kontaktketten möglichst kurz zu halten. In Zeiten von beschränktem Kontakt zu Kollegen müssen Unternehmen sich jedoch darauf einstellen, vorzudenken und agilere Arbeitsmethoden zuzulassen. Dezentrale Arbeitsmöglichkeiten müssen für die Mitarbeiter eingerichtet werden, um das Geschäftsleben am Laufen zu halten. Auch der Führungsstil muss Vertrauen zulassen, um Flexibilität und Mobilität zu ermöglichen, wenn Mitarbeiter mitunter für Wochen aus den eigenen vier Wänden arbeiten. Im Vertrieb brechen derzeit wichtige Messen weg, da Großveranstaltungen abgesagt werden. Hier ist es wichtig, sich stärkere Gedanken über digitale Verkaufskanäle zu machen und Konzepte auszuarbeiten.

 

Krankheitsausfälle durch Personaleinsatzplanung kompensieren

Besonders die Industrie hat was agile und mobile Arbeitswelten angeht Nachteile. Fabriken und Produktionshallen können keine Homeoffice Regelungen ermöglichen. Das zeigt sich gerade in der chinesischen Wirtschaft – viele Fabriken standen wochenlang still oder konnten nur eingeschränkt arbeiten. Die Elektronikbranche ist daher schon weltweit von Lieferengpässen betroffen. Auch in Deutschland müssen Industrieunternehmen sich Gedanken machen. Viele Branchen melden zur Zeit Kurzarbeit an oder verhängen Einstellungsstopps. Das bringt Herausforderung bei der Personaleinsatzplanung mit sich. Dienstpläne und Schichten müssen streng kontrolliert werden, damit man das Ansteckungsrisiko innerhalb der Belegschaft möglichst gering halten kann. Mit übersichtlichen und leicht nutzbaren Tools ist das möglich. Etwaige Verdachtsketten lassen sich durch die Aufzeichnung der Planungen besser zurückverfolgen.

Des Weiteren zwingen Krankheits- und Verdachtsfälle Personalplaner und HR-Verantwortliche zum Handeln: Dienst- und Schichtpläne müssen umstrukturiert werden, um die anfallende Arbeit aufzufangen und Personalausfälle zu kompensieren. Viele Unternehmen arbeiten noch mit Excel-Tabellen und müssen sämtliche Planungsvorschläge sichten, miteinander abgleichen und bessere Lösungen bei geringerer Personalverfügbarkeit finden. Betriebe, die eine Personaleinsatzplanung unterhalb einer Workforce Management Software einsetzen, sind hier im Vorteil. Diese bedient sich nämlich an den Daten der Zeitkonten, gleicht benötigte Qualifikationen ab, prüft Verfügbarkeiten und kann somit automatisierte und faire Dienst- und Schichtpläne erstellen. Somit bekommen Planungsverantwortliche die bestmöglichen Optionen vorgeschlagen, um die Verfügbarkeiten ideal zu verteilen und werden in ihren Aufgaben entlastet.

Auf sich ausbreitende Krankheitswellen kann durch eine solche Software ideal reagiert werden. Haben Sie bereits über die Einführung einer Software für Personaleinsatzplanung nachgedacht? Unsere IT-Experten informieren Sie gerne – auch digital oder per Telefon. Vereinbaren Sie einfach einen unverbindlichen Rückruf.

 

GFOS Workforce Management

 

Schlagwörter
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