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Videoüberwachung im Unternehmen: Das sollten Sie wissen!


Videoüberwachung ist essenziell bei der Sicherung eines Firmengebäudes. Dabei werden allerdings personenbezogene Daten verarbeitet. Daher sollte sich das Überwachungssystem an die DSGVO-Vorschriften halten. Eine eingehende Beratung ist unumgänglich.

Die Überwachung am Unternehmensstandort greift in die Persönlichkeitsrechte eines Menschen ein. Daher müssen verschiedene Faktoren erfüllt sein, damit dies überhaupt zulässig ist. Die wichtigsten Gründe für Filmaufnahmen sind der Schutz des Eigentums, die Dokumentation von Alarmereignissen, die Verwaltung von gesicherten Türen oder Schleusen, aber vor allem auch der Schutz der eigenen Arbeitskräfte. Damit alles mit rechten Dingen zugeht, sollten Sie einige Dinge beachten.

 

First things first: Informationen darüber bekannt machen und unzulässige Räume ausschließen

Wer eine Videokamera außen anbringt, sollte sichergehen, dass wirklich nur das Gebäude sowie die Außenbereiche überwacht werden. Die Kamera im Eingangsbereich darf also nicht noch einen Teil der Straße oder des Gehwegs filmen. Zudem darf die Videoüberwachung nur für konkret festgelegte Zwecke geschehen, die den Beschäftigten zugänglich gemacht werden müssen, wie das Bundesdatenschutzgesetz, Paragraph 4 festlegt. Das heißt auch, dass an jedem überwachten Bereich Hinweisschilder hängen müssen. Denn wer einen überwachten Bereich betritt, muss vorher in Kenntnis darüber gesetzt werden.

Außerdem gibt es gewisse Bereiche, die komplett von einer Überwachung ausgeschlossen sind. Das betrifft etwa jegliche Räume, bei denen es um die Intimsphäre einzelner Personen geht, wie Sanitärräume oder Umkleiden. Freizeitbereiche sind ebenfalls von einer Überwachung auszuschließen. Darunter fallen z. B. Aufenthaltsräume oder Sitzgruppen im Foyer. Auch Attrappen sind in diesen Bereichen unzulässig.

 

Folgende Hinweise sollten Betroffenen zugänglich sein:

  • Hinweisschild über die Videoüberwachung
  • Zweck der Beobachtung
  • Name des Verantwortlichen
  • Kontaktdaten des Verantwortlichen
  • Hinweise über das Auskunftsrecht bezüglich der Daten
  • Speicherungsdauer der Daten
  • Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten
  • Auskünfte darüber Dritttransfers

 

videoueberwachung-unternehmen© Unsplash.com / Kostenlose Nutzung gewährt

 

Speicherung der Aufnahmen: Darf man das?

Je nach Situation und Zweck der Aufnahme gelten andere Regelungen bezüglich der Speicherung. Daher lassen sich hier keine allgemeinen Regeln aufstellen. Ist der erfolgte Zweck der Überwachung nur mit der Speicherung zu erreichen, dürfen Sie das Videomaterial speichern. Gleichzeitig müssen Sie sicherstellen, dass damit keine schutzwürdigen Interessen der Betroffenen verletzt werden. Üblicherweise lässt sich in den seltensten Fällen eine Speicherung von mehreren Kalendertagen rechtfertigen. Viele Bereiche rechtfertigen dagegen gar keine Speicherung. Darunter fällt etwa die Besucherüberwachung. In vielen Fällen ist daher nur eine Aufnahme, nicht aber die Speicherung des Bildmaterials, zulässig.

 

Mit einem Security Dashboard jederzeit das Geschehen einsehen

Mit einem durch Software gesteuerten Security Dashboard des Zutrittskontrollsystems, haben Unternehmen die Möglichkeit, auf die Bilder der Videoüberwachung zuzugreifen. Je nachdem um welchen Zweck der Überwachung es sich handelt, sind jedoch nur Live-Bilder verfügbar. Für den Sicherheitsdienst ist das eine erhebliche Arbeitserleichterung, da sie zu schützende Bereiche auch außerhalb der geplanten Rundgänge kontrollieren können.

Bei der Installation eines Security Systems für Zutrittskontrolle, Sicherheitsleitstand oder Besuchermanagement, bei dem auch eine Videoanlage zum Einsatz kommt, sollten Unternehmen eng mit einem Beraterteam des Software- oder Hardwarepartners zusammenarbeiten. Diese verfügen über eine weitgehende Expertise im Bereich Datenschutz. Nur so können Sie sicher sein, dass Sie bei der Installation wichtige Auflagen einhalten, die sämtliche Regelungen rund um die DSGVO und andere Verordnungen abdecken. Ob Zufahrtskontrolle für PKW und Lieferanten, Diebstahlprävention oder die Kontrolle industrieller Prozesse: In den seltensten Fällen kommt man hier ohne ein Videosystem aus.

 

Wenn Sie sich über eine Security Lösung für Ihr Unternehmen informieren möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie rund um die Themen der softwaregesteuerten Zutrittskontrolle und den möglichen Einsatz einer Videoüberwachung.

 

GFOS Security