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Sicherheitstechnik und Zutrittskontrollen im Bereich kritischer Infrastrukturen – ein Interview mit Peter Hof von den Stadtwerken Hilden.

Moderne Sicherheitssysteme umfassen eine Vielzahl von Bereichen und Teillösungen, die flexibel an spezielle Anforderungen angepasst werden können. Hierzu gehören unter anderem eine systematische Zutrittskontrolle, ein digitales Besucher- und Lieferantenmanagement, ein Dashboard und – für spezielle Anforderungen – weitere Sicherheitsabfragen und -systeme.

Für Unternehmen, Organisationen und öffentliche Einrichtungen jeder Größe jeder Größe sind derartige Lösungen inzwischen elementar. Besonders entscheidend sind hochsensible Sicherheitssysteme im Bereich der kritischen Infrastruktur.

Was ist kritische Infrastruktur?

Laut Definition gehören Anlagen und Systeme zur kritischen Infrastruktur, die für das Sicherstellen grundlegender gesellschaftlicher Funktionen unabdingbar sind. Hierzu gehören in erster Linie die Bereiche der Gesundheit, Grundversorgung und Sicherheit. Störungen, Ausfälle oder gar Zerstörungen in diesen Systemen und Anlagen müssen unbedingt vermieden werden, weshalb konkrete Vorgaben und Maßnahmen bestehen.

Das Sicherheitskonzept der Stadtwerke Hilden

Peter Hof von den Stadtwerken HildenStadtwerke gehören wegen ihrer Funktion der Grundsicherung ebenfalls zur kritischen Infrastruktur, sodass ein Projekt zur Implementierung eines modernen Sicherheitssystems an einige Anforderungen gebunden ist. Im Interview spricht Peter Hof von den Stadtwerken Hilden über das Projekt.




Herr Hof, was war der Auslöser für die Suche nach einem (neuen) Sicherheitssystem für die Anlagen und Gebäude der Stadtwerke Hilden?

Peter Hof: Unser Ziel war es, eine auditierbare Organisation der Schließanlagen zu erreichen und unsere Assets bestmöglich vor dem Zutritt Unberechtigter zu schützen.

 

Welche Funktionen und Bereiche sollten durch das neue System abgedeckt werden?

Peter Hof: Nur berechtigte Personen erhalten Zutritt zu den vorgesehenen Bereichen. Es ist jederzeit dokumentiert und nachvollziehbar, welche Berechtigungen vorliegen. Alle Änderungen der Zugangsberechtigungen werden softwaremäßig durchgeführt, daher gibt es keine Probleme bei einem Schlüsselverlust oder bei Personalwechsel.

 

Die Auflagen, die durch die Zugehörigkeit zur kritischen Infrastruktur beachtet werden müssen, führen zu einem umfangreichen Lastenheft und einer besonders kleinteiligen Projektorganisation. Können Sie einige Beispiele für besondere Auflagen nennen?

Peter Hof: Unser Betriebsgelände haben wir beispielsweise in drei Schutzzonen unterteilt. Das Kundenzentrum und das zentrale Lager sind für den Kundenverkehr zugänglich. Die übrigen Gebäude und Bereiche sind über das Zutrittskontrollsystem (ZUKO) für berechtigte Mitarbeiter*innen zugänglich. Die zentrale Netzleitstelle hat die höchste Schutzanforderung. Für den Zutritt ist neben dem Ausweis ein persönlicher PIN erforderlich.

 

Wie werden diese Auflagen von der zuständigen Behörde an Sie kommuniziert? Gibt es intern und extern zuständige Personen zur Überwachung der Einhaltung der Vorgaben?

Peter Hof: Als Unternehmen der kritischen Infrastruktur unterliegen wir dem Information Security Management System (ISMS). Unser ISMS-Beauftragter kümmert sich um die Einhaltung der Anforderungen und die Weiterentwicklung des Systems. Jährlich finden Audits mit externen Prüfern statt. Eventuelle Mängel werden aufgezeigt und ein Entwicklungspfad vorgegeben. Darüber hinaus betreiben wir ein Technisches Sicherheitsmanagement (TSM) welches regelmäßig von den Verbänden der Stromversorgung und der Gas- und Wasserversorgung auditiert wird. In diesem Zusammenhang muss eine Organisation der Schließanlagen erreicht werden, die die Anforderungen des ISMS und des TSM erfüllt.

 

Musste das Sicherheitssystem in mehreren Gebäuden und Arealen installiert werden? Und waren verschiedene Systeme zur Zutrittskontrolle notwendig, um verschiedene Sicherheitsstufen abzubilden?

Peter Hof: Im ersten Schritt wird unser Betriebsgelände abgedeckt. In den nächsten Schritten folgen die Versorgungsanlagen im Netzgebiet. Wir sind in Hilden u. a. Netzbetreiber für die Strom- und die Gas- und Wasserversorgung. Als Telekommunikationsanbieter betreiben wir ein Glasfasernetz, das kontinuierlich ausgebaut wird. Da kommen sehr viele Anlagen wie Strom-Umspannanlagen, Trafostationen, Gasdruckregelanlagen und viele weitere zusammen. Daher ist eine Kombination von verschiedenen Online- und Offlinekomponenten erforderlich.

 

 

Kundenzentrum in den Stadtwerken HildenDas Kundenzentrum der Stadtwerke Hilden, © Stadtwerke Hilden GmbH

 

 

Unter diversen Anbietern für professionelle Sicherheitslösungen haben Sie sich bei den Stadtwerken Hilden für die GFOS mbH entschieden. Was hat hierfür den Ausschlag gegeben?

Peter Hof: Unser Projekt ist sehr komplex. Es umfasst die Bereiche IT, Terminal-Technik und Sicherheitstechnik inkl. der Schließanlage und das in bestehenden Gebäuden, wo im Laufe der Jahre unterschiedliche Schließanlagen und Brandschutzsysteme eingebaut wurden. Darüber hinaus soll das System kontinuierlich auf weitere Anlagen im Netzgebiet ausgeweitet werden. Ein wichtiges Ziel ist es, in der Lage zu sein, das System mit den eigenen Mitarbeitern*innen zu administrieren.

Sie können sich vorstellen, dass einem solch komplexen Anforderungsprofil nicht viele Anbieter gewachsen sind. Letztendlich hat uns das Angebot von GFOS überzeugt. Ausschlaggebend waren das Leistungsvermögen, eine komplette Lösung aus einer Hand anzubieten, die gute Beratung und ein leistungsgerechter Angebotspreis.

 

Abschließend gefragt: Sind bereits Folgeprojekte in Planung, um das Gesamtsystem auszubauen und auf den neusten Stand zu bringen?

Peter Hof: Ja, wie schon gesagt, als nächstes sind unsere Anlagen im Netzgebiet vorgesehen. Die Planung hierzu läuft schon.

 

Herr Hof, vielen herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen und einen kleinen Einblick gegeben haben. Wir wünschen Ihnen alles Gute.

 

Nutzen auch Sie moderne Sicherheitslösungen

Egal, ob Sie das Know-how und die Maschinen Ihres Unternehmens schützen wollen oder Auflagen zum Schutz der kritischen Infrastruktur erfüllen müssen: Die innovativen Softwarelösungen der GFOS mbH lassen sich individuell auf Ihre Anforderungen anpassen und bieten so den optimalen Schutz. Nutzen Sie die jahrzehntelange Expertise der IT-Experten aus dem Hause GFOS und lassen Sie sich unverbindlich beraten. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht und stehen Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.

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Schlagwörter
Zutrittskontrolle Sicherheitssyteme Zutritt Authentifizierung Stadtwerke Hilden

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