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Ab jetzt werden Maschinendaten erfasst – Sensoren als Grundlage der Prozessoptimierung

Unter Maschinendatenerfassung (MDE) versteht man das systematische Erfassen und Sammeln von Maschinenzuständen, -prozessen und -produktivität. Sie ist Grundlage der digitalen Fertigungssteuerung und dabei Schnittstelle zwischen der jeweiligen Maschine und dem Produktionsleitsystem.

Wie viele Werkstücke schafft eine Maschine pro Minute? Wie viel Ausschuss fällt pro Tag an und nimmt diese Menge unter gewissen Bedingungen zu? Nach wie vielen Arbeitsstunden setzt ein Verschleiß an der Maschine ein? Kommt Nachschub rechtzeitig aus dem Lager? Wann muss ein nachgelagerter Arbeitsschritt verschoben werden, weil es zu unvorhergesehenen Störungen kam?

Diese und viele weitere Fragen können und sollten gestellt werden, wenn es um die Analyse von Produktionsprozessen geht. Um eine Datengrundlage zu schaffen, auf der die Analysen aufbauen können, müssen die Prozesse an den Maschinen und Anlagen überwacht und Informationen erfasst und gespeichert werden.

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© GFOS mbH

Anbindung und Datenerfassung

Moderne Maschinen verfügen zumeist über integrierte Sensoren, die verschiedene Prozesse überwachen und so die Produktivität und Qualität überwachen. Im Abgleich mit definierten Soll-Werten kann so in Echtzeit kontrolliert werden, ob die Maschine effektiv und störungsfrei läuft – bei Erreichen von Grenzwerten können Benachrichtigungen und Warnungen sowie automatische Maschinenstopps ausgelöst werden.

Ältere Maschinen sind oftmals noch nicht mit derartiger Technik ausgestattet, jedoch gibt es Möglichkeiten zum Nachrüsten. Dies ermöglicht, dass der gesamte Maschinen- und Anlagepark so ausgerüstet ist, dass Maschinendaten systematisch erfasst und verfügbar gemacht werden können. Die von den Sensoren aufgenommenen Informationen lassen sich qualifiziert bewerten und in einen Gesamtkontext eingliedern. So wird die Produktion transparent und analysierbar.

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Pixabay.com / Freie Nutzung gewährt

Vom Signal zur Optimierung

Fließen die Daten und Informationen in ein System zur Produktionssteuerung (Manufacturing Execution System) und werden zudem z.B. Daten aus dem betriebsinternen ERP-System einbezogen, kann ein vollständiges virtuelles Abbild der Betriebsabläufe erstellt werden. Engpässe, Produktivitätsschwankungen, zyklische Störungen und viele weitere Ereignisse können so frühzeitig erkannt oder direkt verhindert werden. Aufträge und Instandhaltungen können somit effektiver und zeitoptimierter geplant und damit möglicherweise ganze Prozesse umstrukturiert werden. So werden Sensoren, die die Informationen und Zustände an Maschinen und Anlagen erfassen, zur Grundlage von nachhaltiger Effizienzsteigerung in der Fertigung. Mit Hilfe von entsprechenden Datenbanksystemen, professioneller Software zur Datenverarbeitung und betriebsspezifischen Kennzahlen schaffen Manufacturing Execution Systems die Basis zur Produktionsstraffung und Kostenreduktion.

Nutzen Sie unser Know-how und unsere Erfahrungen in der Erfassung, Verarbeitung und Analyse von Maschinen- und Betriebsdaten und informieren Sie sich individuell über die Möglichkeiten einer professionellen Produktionssteuerung.


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