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Schnittstellen und Steuerung in MES


Manufacturing Execution Systems stehen nicht nur für die Digitalisierung von Fertigungsprozessen, sondern sind auch Sinnbild für eine sich wandelnde Arbeitswelt. Denn mit all den Sensoren, Scannern und vernetzten Prozessen geht auch eine digitalisierte Steuerung einher – Daten- und Benutzerschnittstellen, Industrie-PCs und zentrale Leitstände, die eher an eine Überwachungszentrale der Raumfahrt erinnern, prägen das Erscheinungsbild von Industrie 4.0.

Grundlage für ein modernes MES System sind umfangreiche Eingriffe in den Produktionsprozess, welcher zwar nicht umstrukturiert, jedoch mit vielen verschiedenen Überwachungsapparaten ausgestattet wird. Lager- und Transportsysteme werden mit Produktionsanlagen vernetzt und das Sammeln und Auswerten von Maschinen- und Betriebsdaten bekommt eine zentrale Bedeutung – nicht nur für die nachgelagerten Qualitätssicherung, sondern schon für aktiv-regulierende Prozessanpassungen in Echtzeit.

Computergestützte Benutzerschnittstellen

Die neuen Überwachungssysteme, die zur Optimierung der Produktion beitragen sollen, erfordern auch eine andere, neue Form der Maschinesteuerung. Denn dort, wo früher ein Facharbeiter an einer Produktionsanlage stand, um Einstellungen für Aufträge und Produktionschargen einzustellen, ist er nun zumeist an einem digitalen Leitstand. Hier werden Werkzeuge kalibriert und Stückzahlen festgelegt. Daraus ergibt sich ein großer Vorteil der digitalisierten Produktion: Aufträge können effektiver geplant werden, indem Zeiten für das Umrüsten einer Maschine minimiert werden.

benutzerschnittstelle

© Shutterstock.com / Zapp2Photo

Bedienelemente sind dabei unterschiedliche computergestützte Benutzerschnittstellen, die unter anderem grafische Oberflächen, Touchscreens oder sprachgesteuerte Interfaces sein können. Intuitive Handhabung ist das Ziel der entsprechenden Softwareanbieter, wobei stets beachtet werden muss, dass die Umstellung vom händischen zum digitalen Arbeiten eine große Hürde darstellen kann. Jedoch sind die erzielbaren Erfolge in der Produktivitätssteigerung, die Überwachung der Fertigung in Echtzeit und die stets aktuell verfügbaren Analysen ein großer Wettbewerbsvorteil und zugleich notwendiger Innovationsschritt für die Zukunft.

MES als Innovationsgarant

Bildschirme und Computer gehören in immer mehr Branchen und Fertigungsprozessen zum Alltag. Und während die digitalen Technologien meist nur als Hilfsmittel Verwendung gefunden haben, geht der Trend immer stärker zur automatisierten Überwachung, Steuerung und Dokumentation. Datenschnittstellen werden zu elementaren Teilen eines Produktionsprozesses und digitale Bedienelemente erhalten Einzug in Werkhallen, Lager und Maschinenparks.

Industrie 4.0 ist ein laufender Prozess, der erst in den Kinderschuhen steckt – wer jetzt die digitale Transformation startet, erarbeitet sich einen großen Vorsprung und macht sein Unternehmen nachhaltig zukunfts- und konkurrenzfähig.

 

 

 

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