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Wissen Sie, wie MES die Industrie 4.0 vorantreibt?

Heutzutage fühlt es sich für manche bereits normal an, dass Maschinen in der Fertigungsindustrie untereinander Hand in Hand arbeiten. Dass so etwas früher einmal ganz anders ablief, wissen wir alle, aber wie es dazu kam, nur die wenigsten.

Momentan befinden wir uns in der vierten Industriellen Revolution – auch Industrie 4.0 genannt. Nach und nach werden die meisten Arbeitsschritte Stück für Stück von Robotern und IT-basierten Steuerungssystemen unterstützt oder gar übernommen. Jetzt könnte man denken, dass schon bald menschenleere Fabriken die Realität in der Produktion wären. Das ist jedoch aktuell nicht abzusehen, denn mit dem Wandel kommen auch zahlreiche neue Jobs hinzu.

Die industrielle Revolution: Wie alles begann

Angefangen hat alles in der Mitte des 18. Jahrhunderts in England. Den Einstieg in die erste industrielle Revolution machte die Spinning Jenny – sie gilt als die erste kommerzielle Maschine und wurde noch durch Muskelkraft betrieben. Dennoch war ein Arbeiter damit in der Lage die Arbeit von acht Spinner-Fachkräften zu übernehmen. Dadurch konnte das Personal effizienter eingesetzt werden. Später kamen dann auch dampfbetriebene Maschinen zum Einsatz und die Technik wurde stetig weiterentwickelt.

Die zweite industrielle Revolution

Im Zuge der zweiten Industriellen Revolution – ca. 1870/1880 – wurden verschiedene Maschinen im großen Stil in Fabriken eingesetzt. Hier konnte massenhaft am Fließband produziert werden. Erstmals kam durch einen Generator auch Elektrizität zum Einsatz. Durch technologische Innovationen konnten bereits komplexere Tätigkeiten von Maschinen übernommen werden – der Mensch war dennoch nicht aus den Produktionsstätten wegzudenken.

Im Zuge der dritten Industriellen Revolution, die in den 1970er Jahren einsetzte, kamen dann IT-Systeme hinzu, die den Menschen bei der Maschinensteuerung tatkräftig unterstützten. Dadurch konnten Prozesse erstmals automatisiert stattfinden – die Arbeit wurde nun größtenteils von Maschinen übernommen. Die notwendige Elektrizität wurde dabei hauptsächlich aus Kohle- und Kernenergie gewonnen. Aber zu den gängigen Energieträgern kamen jetzt auch die ersten erneuerbaren Energien hinzu. Im Produktionsprozess konnte allerdings der Stromverbrauch noch nicht im Detail überwacht und optimiert werden. Dies wurde erst mit modernen und digitalen Tools zur Energie- und Prozessdatenermittlung möglich. Auch die Planung der Produktion war aufwändig, weil manuelles Organisieren, Steuern und Kontrollieren notwendig waren.

Die vierte industrielle Revolution

Inzwischen – also im Zuge der vierten industriellen Revolution - helfen hierbei Technologien, wie die Feinplanung und die Darstellung von Kennzahlen. Die Feinplanung ermöglicht eine detaillierte Simulation und den Vergleich von unterschiedlichsten Prozessszenarien. Mit der Darstellung von Kennzahlen kann jederzeit der Überblick über Ausschuss- und Nacharbeitsquoten sowie Gutmengen behalten werden. Generell gilt die Einführung des Internets im Jahr 1991 als Grundbaustein für derartige Technologien bzw. die vierte industrielle Revolution.

cement factory at night

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Die moderne Fertigung: Industrie 4.0

Der Begriff Industrie 4.0 wurde erstmals 2011 auf der Hannover Messe in die Öffentlichkeit getragen. Er steht für die vierte Industrielle Revolution, in welcher wir uns derzeit befinden – alles wird digitalisiert und miteinander vernetzt.

Das sogenannte Internet der Dinge sorgt für ein vernetztes Arbeiten der Systeme untereinander. Zum Beispiel kommunizieren Heizung und Klimaanlage miteinander und sorgen im Zusammenspiel für eine ausgeglichene und angenehme Temperatur – egal ob in Betrieben, Bürokomplexen oder auch privat. Oder eine Maschine meldet Materialmangel und wird daraufhin mit dem benötigten Material automatisch versorgt.

Die Maschinen der Unternehmen produzieren heute dabei im Idealfall nicht mehr auf Lager, sondern richten sich inzwischen nach der allgemeinen Nachfrage oder sogar nach dem konkreten Bedarf der Kunden.

Um dabei möglichst effizient vorgehen zu können, hilft beispielsweise auch eine Softwarelösung zur Personaleinsatzplanung. So können Mitarbeiter dort eingesetzt werden, wo Bedarf besteht – unter Berücksichtigung der jeweiligen Arbeitszeitmodelle und Expertise. Unerwartete Ausfälle werden hier mit Hilfe der Zeitwirtschaft dokumentiert. Dadurch kann die Personaleinsatzplanung wiederum für entsprechenden Ersatz sorgen.

Damit Industrie 4.0 gelingt, ist eine strukturierte Datenerfassung und Prozessüberwachung in Echtzeit notwendig. Hierfür werden professionelle Produktionsleitsysteme, sogenannte Manufacturing Execution Systems (MES) eingesetzt.

Die industriellen Revolutionen zeichnen eindrucksvoll die technischen Entwicklungen nach und lassen erahnen, wie sehr sich die Industrie noch verändern wird. Denn durch die Implementierung von Künstlicher Intelligenz und dem stetigen Ausbau des (Industriellen) Internet der Dinge steht womöglich schon eine weitere Revolution vor der Tür.

Seien Sie Teil des Wandels

Wie Sie sehen, ist der Fortschritt nicht aufzuhalten! Verpassen Sie die vierte industrielle Revolution nicht und nutzen auch Sie die MES-Software der GFOS mbH. Lassen Sie sich von unseren IT-Experten beraten – wir stehen Ihnen gerne für ein individuelles Beratungsgespräch zur Verfügung.

 

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