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Chancen effektiv nutzen – Innovationen und Investitionen in Zeiten der Krise! Ein Interview mit Business Development-Expertin Katharina Röhrig.

Das Coronavirus, welches sich in kürzester Zeit über den ganzen Globus ausgebreitet hat, erforderte teils drastische Regelungen und Vorgaben. Umfangreiche Hygienekonzepte, Social Distancing, Quarantäne und Lockdown sind Dinge, die nun auf einmal jedes Kind kennt.

Die Auswirkungen sind überall zu sehen und zu spüren – im gesellschaftlichen Zusammenleben, aber natürlich auch in der Wirtschaft. Für die allermeisten Unternehmen hat das Virus bzw. seine Auswirkungen zu einem Produktions- und Umsatzeinbruch geführt, teilweise mussten Produktionsstätten temporär komplett stillgelegt werden. Um der Krise zu begegnen wurden staatliche Finanzpakete und Rettungsschirme zur Verfügung gestellt, Unternehmen haben Kurzarbeit beantragt und – wo immer es möglich war – wurden Schicht- und Einsatzpläne so erstellt, dass die Vorgaben zur Kontaktbeschränkung und Hygiene eingehalten werden können.

Freigewordene Kapazitäten effektiv nutzen

So schwerwiegend globale und wirtschaftliche Krisen auch sind, sie bieten doch einige Potentiale. Denn einerseits werden zuvor im Produktionsalltag gebundene Kapazitäten frei, um interne Projekte anzugehen. Zum anderen müssen möglicherweise Geschäfts- und Produktionsmodelle überdacht werden, um während, vor allem aber nach der Krise wettbewerbsfähig zu sein.

Über die verdeckten Chancen in Krisenzeiten und die Möglichkeiten einer nachhaltigen Produktionsentwicklung sprechen wir im Interview mit der Business Development- und Industrie 4.0-Expertin Katharina Röhrig.

Frau Röhrig, herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Gespräch nehmen. Wie empfinden Sie die aktuelle Coronakrise und deren Auswirkungen auf die Fertigungsindustrie?

Katharina Röhrig: Die Coronakrise ist nun einmal da, wir können es nicht ändern und die Welt, so wie sie vorher war, wird es so auch nicht mehr geben. Wer das früher versteht, kann sich einen Wettbewerbsvorteil sichern. Wie in allen Branchen wird dies auch in der Fertigungsindustrie zu massiven Veränderungen führen. Die Auswirkungen auf die Fertigungsindustrie aktuell sind vor allem die Veränderung von Lieferketten sowie starke Nachfrageschwankungen. Obwohl wir heute noch in der Krise sind, lässt sich schon sagen, dass Corona auch in der Fertigungsindustrie wie ein Katalysator wirkt, was die Etablierung neuer Geschäftsmodelle und den Digitalisierungsgrad in den Unternehmen angeht.

Leider kann eine solche Krise für Unternehmen existenzgefährdend sein, wenn nicht schnell und äußerst flexibel reagiert werden kann. Welche Rolle spielen hier digitale Produktionsleitsysteme und smarte Lösungen für das Fertigungsmanagement?

Katharina Röhrig: Hier würde ich sogar noch einen Schritt weitergehen. Wir haben in den letzten Wochen und Monaten, in einem nie gekannten Ausmaß sehen dürfen, wie existentiell Agilität und Flexibilität für die Fertigungsindustrie sind, um sich eben an die äußerst volatilen Bedingungen anpassen zu können. Und das ist keine einmalige Aufgabe, sondern die Bedingung für eine nachhaltige Existenzsicherung und damit ein dynamischer Prozess, weil die Welt sich auch weiterhin stark verändern wird. Und da kommen speziell im Produktionsumfeld nun die von Ihnen angesprochenen digitalen Produktionsleitsysteme und smarten Lösungen für das Fertigungsmanagement ins Spiel. Diese leisten den entscheidenden Beitrag zur Erhebung von Produktionsdaten, zur Steuerung und vor allem auch zur flexiblen Planung, um eben möglichst schnell und frühzeitig auf die gegebenen Umstände reagieren zu und entsprechend dem Markt anpassen zu können.

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© GFOS mbH / Catrin Moritz

Die Einführung eines solchen IT-Systems in die laufende Produktion ist zwar machbar, aber gerade die krisenbedingt niedrige Auslastung schafft Freiräume. Was raten Sie Unternehmen, die sich zwar schon mit einer digitalen Produktionssteuerung beschäftigt, aber den ersten Schritt noch nicht gewagt haben?

Katharina Röhrig: Der richtige Zeitpunkt ist genau jetzt. Wer heute nicht das Mindset dafür entwickelt hat, seine Produktion transparenter, effizienter und im Höchstmaß planbarer zu machen, wird sich vielleicht morgen einem erheblichen Verlust an Marktanteilen entgegenstellen müssen. Denn je flexibler, transparenter und effizienter produziert wird, desto stärker wird auch die eigene Position im Markt und die Anpassungsfähigkeit an den Markt sein. Und genau das macht den entscheidenden Wettbewerbsvorteil aus. Zusätzlich ist zu sagen, dass der Aufwand für die Implementierung geeigneter IT-Systeme häufig überschätzt wird. Gerade smarte Lösungen, wie beispielsweise unser gfos.SmartProductionManager, laufen vollständig in der Cloud, sind in höchstem Maße intuitiv zu bedienen und können so als SaaS-Modell genutzt werden, sodass auf großes IT-Know-how verzichtet werden kann.

Welche Angebote und Möglichkeiten bietet die GFOS mbH für Unternehmen jeder Größe und Branche, um bestmöglich in Richtung Industrie 4.0 zu starten?

Katharina Röhrig: Das ist insofern schwierig pauschal zu beantworten, als dass jedes Digitalisierungsprojekt andere Ausgangslagen, Anforderungen und Ziele hat. Denn Unternehmen und deren Produktionsprozesse sind individuell und müssen stets detailliert analysiert werden. Daher ist unsere Software modular aufgebaut und lässt sich durch eine individuelle Parametrierung an nahezu alle Anforderungen anpassen – das schafft die nötige Flexibilität, die der Kunde braucht. Unsere IT- und MES-Experten haben dabei eine große Expertise in der Projektdurchführung in den unterschiedlichsten Branchen. Hieraus haben sich vordefinierte Branchenlösungen entwickelt, sodass ein Einstieg in die Themen MES und Industrie 4.0 sehr unkompliziert vonstattengeht. Gleiches gilt auch für Unternehmensgrößen, denn eine digitale Produktionssteuerung ist für kleine und mittelständische Unternehmen ebenso effektiv wie für große Fertigungsbetriebe und Konzerne. Kurz gesagt: Egal, welche Herausforderungen ein Unternehmen mitbringt, unsere Spezialisten und die Software sind der ideale Partner, um sicher und fokussiert in Richtung Industrie 4.0 zu gehen.

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© GFOS mbH

Die Digitalisierung öffnet viele Geschäftsfelder und macht das Überdenken von eingefahrenen Planungs- und Produktionsprozessen notwendig. Wie tiefgreifend sind diese Umwälzungen und wie groß sind die dahinterliegenden Optimierungspotentiale?

Katharina Röhrig: Die Veränderungen sind enorm. Starre Produktions- und Planungsprozesse wird es in absehbarer Zeit nicht mehr geben können. Die Kooperation in Produktionsnetzwerken, digitale Infrastrukturen sowie die Bereitstellung von Produktionsdaten in Echtzeit und über die eigenen Unternehmensgrenzen hinaus sind dabei ein wesentlicher Bestandteil. Häufig werden die dahinterliegenden Optimierungspotenziale auch einfach unterschätzt. Dabei ist das Ausmaß an Effizienz- und Transparenzsteigerung nach der Einführung entsprechender Softwarelösungen wie von GFOS leicht messbar. Das Wichtigste ist also, dass man diesen Weg geht und nicht stehen bleibt, denn damit ist man nicht mehr wettbewerbsfähig. Kurzum: Aktuell bieten sich so viele Optimierungspotenziale die genutzt werden können. Insofern sollten wir die Krise auch als Chance für Veränderung verstehen und nutzen.

Abschließend gefragt: Wo sehen Sie einen Lichtblick trotz der aktuellen Krise und wie sieht die Zukunft der Fertigungsindustrie Ihrer Meinung nach aus?

Katharina Röhrig: Wie gesagt, ich sehe viele Lichtblicke – gerade auch wegen der Krise. Man sollte Corona in diesem Zusammenhang daher als Katalysator für allumfängliche Digitalisierungsprozesse verstehen. Es ist spannend und wahnsinnig interessant zu sehen, wie schnell und dynamisch sich nun Dinge entwickelt haben, die zuvor jahrelang restriktiv und stiefmütterlich behandelt wurden. Die Wirtschaft ist zwar in vielerlei Hinsicht deutlich zum Erliegen gekommen, ohne die Ausweitung umfänglicher Digitalisierungsmaßnahmen wäre sie vollständig zusammengebrochen. Produktionsdaten in Echtzeit von Überall abrufen zu können, hat es beispielsweise ermöglicht, auch Arbeiten für die Fertigung in Heimarbeit ausführen zu können. Digitale Wertschöpfungsnetzwerke sind entstanden, die es ermöglicht haben, Produktionsteile von alternativen Lieferanten zu beziehen, als die globalen Lieferketten ins Stocken geraten sind und wir mit erheblichen Nachfrageschwankungen zurechtkommen mussten. Und gerade auch in Bezug auf diese Nachfrageschwankungen ist die Ausweitung entsprechender Lösungen für die Produktionsplanung zum Enabler für die Sicherung der eigenen Fertigungsprozesse geworden. Also alles was dabei hilft, die Produktion flexibler an volatile Bedingungen anzupassen hat einen extremen Aufschwung erlebt und das sind nun einmal umfängliche Digitalisierungsprozesse und IT-Systeme.

Anforderungsgerechte IT-Lösungen

Die GFOS mbH ist seit über 30 Jahren starker Partner der Industrie. Die leistungsstarken IT-Lösungen helfen aktiv dabei, dass Fertigungsprozesse optimiert und Unternehmen in Richtung Industrie 4.0 begleitet werden. Durch eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kunden, können individuelle und anforderungsgerechte IT-Lösungen konzipiert werden, die prozessorientiert implementierbar sind. Die modular aufgebaute Software der GFOS mbH ist ideal anpassbar auf die unterschiedlichsten Branchenanforderungen.

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